Bewerbung: Hierauf achten Arbeitgeber besonders
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Bewerbung: Hierauf achten Arbeitgeber

Von Susanna Sailer

KPMG-Personalmanagerin Martina Berger hat Insidertipps. Beim Karriereforum am 14. März im Linzer Palais Kaufmännischer Verein gibt’s davon noch mehr.

Sich bewerben, heißt für sich werben. Aber auf welchem Weg sollten Jobsuchende das tun? Martina Berger, Personalmanagerin beim Linzer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater KPMG, hat eine klare Präferenz: "Mir ist eine Online-Bewerbung am liebsten. Sie erleichtert uns die Bearbeitung, weil alle Unterlagen im System gespeichert sind." Briefe, die per Post an die Personalabteilung geschickt werden, seien so gut wie ausgestorben. Auch Bewerbungs-E-Mails kämen selten.

Von speziellen Apps, die ein schnelles, mobiles Bewerben ermöglichen, hält Berger hingegen wenig. "Es ist sinnvoller, zielgerichtet auf das Unternehmen einzugehen, indem im Anschreiben angesprochen wird, welche Fähigkeiten jemand für die ausgeschriebene Stelle mitbringt."

Individuell anschreiben

Das online-basierte Bewerbungsformular lasse ohnehin wenig Gestaltungsmöglichkeiten zu. Umso wichtiger sei es, ein individuelles Anschreiben zu formulieren und bei der Gestaltung des Lebenslaufes eine gewisse Kreativität zu beweisen.

Berger wird beim Karriereforum am 14. März im Linzer Palais Kaufmännischer Verein mit dem Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice Oberösterreich, Gerhard Straßer, dem Lenzing-Personalchef Wilfried Blaschke und der Unternehmensberaterin Regina Göpfert auf der Bühne stehen. Das Expertenquartett wird darüber informieren, was es alles zu einer erfolgreichen Bewerbung braucht. Für die KPMG-Managerin sind aussagekräftige und auf die individuellen Gegebenheiten des Unternehmens abgestimmte Bewerbungsunterlagen wichtig. "Es handelt sich um die erste Hürde. Ansonsten werden Bewerber zum Vorstellungsgespräch nicht eingeladen", sagt Berger. Dem eigentlichen Gespräch misst sie aber mehr Bedeutung zu. Gar nicht gut kommt bei ihr an, wenn Kandidaten sich dabei völlig uninformiert zeigen, um welchen Betrieb es sich da eigentlich handle. Berger: "Es ist eine Form der Wertschätzung, sich vorzubereiten." Allerdings: Vorbereitung sei wichtig, Authentizität auch. Es sei sinnlos, Antworten einzustudieren, die in Ratgebern zu lesen seien. "Mitarbeiter müssen im Firmenalltag bestehen. Es bringt nichts, wenn jemand bei der Bewerbung ein Bild von sich abgibt, dem er in Wahrheit nicht entspricht", sagt Berger.

Vom Werdegang erzählen

Es sei auch die Aufgabe der Personalverantwortlichen, die Stärken und Schwächen eines Kandidaten auszuloten. Berger versucht, einen dementsprechenden Eindruck über den bisherigen beruflichen Werdegang zu gewinnen. "Ich frage, welche Aufgaben besonders gut gefielen und bei welchen Tätigkeiten sich jemand nicht so wohl fühlte." Die Bewerber müssten von sich erzählen. Es sei erkennbar, wenn Interesse für ein Thema vorhanden sei. Berger: Ob sich jemand für den Job begeistert, merkt man an der Körperhaltung, am Ausdruck und daran, wie die Augen leuchten."

Und wann ist der beste Zeitpunkt, nach dem Gehalt zu fragen? "Das am Ende des Bewerbungsgespräches abzuklären, ist in Ordnung." Sie frage Bewerber auch nach deren Erwartungen, um ein Gefühl zu bekommen, wie sich jemand selbst einschätzt.

 

Kommen Sie zum Karriereforum!

Auf dem 7. Karriereforum Linz erwarten Besucher zahlreiche Arbeitgeber und Aussteller, ein abwechslungsreiches Programm und nützliche Karriere-Services. Die Jobmesse der "OÖNachrichten" und "Salzburger Nachrichten" findet am 14. März von 9 bis 16 Uhr im Palais Kaufmännischer Verein statt. Der Eintritt ist frei.

Nutzen Sie Angebote wie Karrierecoaching, Gründungsberatung, Sprachkompetenzanalyse und Social Media Check, lassen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen von Profis überprüfen und profitieren Sie von Gratis-Bewerbungsfotos und Styling. Lesen Sie dazu auch Sigrid Brandstätters Karrierekommentar.

Nähere Infos: .www.karriereforum.eu

 

 

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