Wo man im Lebenslauf den Rotstift ansetzt

Wo man im Lebenslauf den Rotstift ansetzt

Längst nicht jede Information sollte auch in der Vita genannt zu werden.

Vollständig und übersichtlich – das sollte er sein, der perfekte Lebenslauf. Vor allem muss er auf Anhieb überzeugen. Eine Länge von zwei DIN-A4-Seiten in einer gut lesbaren Schriftart und -größe sollte die Vita nicht überschreiten. Es gilt also, zu überlegen, welche Informationen wichtig und sinnvoll sind.

Angaben wie Staatsangehörigkeit, Religion, Beruf der Eltern oder Anzahl der Geschwister sind mittlerweile überholt. Das Gleichbehandlungsgebot besagt, dass niemand aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, sexueller Orientierung oder Behinderung benachteiligt werden darf. Darum sind Kriterien dieser Art für den Lebenslauf nicht relevant.

So viele Angaben wie nötig

Nennen Sie Ihren höchsten Bildungsabschluss. Das Aktuellste kommt dabei immer ganz nach oben. Welchen Kindergarten Sie besucht haben oder welche kleinen Mini-Praktika Sie während der Schulzeit gemacht haben – all das hat im Lebenslauf nichts verloren. Denn dieser heißt nicht deshalb so, weil man das gesamte Leben darin auflisten soll. Generell gilt: So wenig Angaben wie möglich machen, aber so viele wie nötig.

EDV-Kenntnisse werden mittlerweile in fast allen Stellenanzeigen als erwünscht genannt. Im Lebenslauf sollten sie in jedem Fall angeführt werden, wenn sie für den angestrebten Job von Bedeutung sind. Besitzt man in einem Bereich nur grobe Grundkenntnisse, sollten diese allerdings nicht aufgezählt werden. Stufen Sie Ihre Fähigkeiten ehrlich ein.

Kein Lebenslauf ist perfekt. Es kann vorkommen, dass die Berufserfahrung aus bestimmten Gründen Lücken aufweist. Alles, was einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten überschreitet, bedarf einer Erklärung, damit kein Raum für Spekulationen entsteht. Ehrlichkeit siegt. Wer zum Beispiel längere Zeit krank war, braucht dies nicht zu verheimlichen. "Auszeit aus gesundheitlichen Gründen" – diese Angabe ist ausreichend, alles darüber hinaus zu privat. Auch eine vorübergehende Arbeitslosigkeit muss nicht unbedingt verschwiegen werden. Sie können zum Beispiel beschreiben, welche Maßnahmen – wie Seminare oder Weiterbildungen – Sie unternommen haben, um einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

"Ich ernähre mich vegan und bin in meiner Freizeit passionierte Zumba-Trainerin" – Angaben zu Person und Hobbys sind schön und gut und verleihen dem Lebenslauf eine sympathische Note. Man sollte allerdings nicht allzu sehr ausschweifen, sofern die genannten Hobbys nicht in Bezug zum gewünschten Beruf und seinen Anforderungen stehen. Zwingend notwendig sind solche Angaben ohnehin nicht und auch nicht in allen Ländern üblich.

Sparen Sie also Platz für die wirklich relevanten Informationen und überzeugen Sie mit einem übersichtlichen, aussagekräftigen Lebenslauf.

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