Kein Sommerloch für die Karriere
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Kein Sommerloch für die Karriere

Von Sonderthemen-Redaktion

Die Temperaturen klettern langsam nach oben, morgens sind die Straßen leerer als noch ein paar Wochen zuvor und in den Büros geht es bereits etwas ruhiger zu. Alle Jahre wieder lässt es grüßen, das sogenannte Sommerloch. In vielen Unternehmen sind der Juli und der August die Haupturlaubszeit für die Mitarbeiter.

In dieser Zeit gehen weniger Bewerbungen als sonst in den Firmen ein. Denn viele Jobsuchende denken, dass sich Bewerbungen in der Ferienzeit nicht lohnen, weil "ohnehin keiner erreichbar ist". Doch das ist ein Irrtum. Es bieten sich nämlich im Sommer durchaus Chancen für Bewerber. Gerade jetzt könnte die eigene Bewerbung sichtbarer sein, weil insgesamt weniger Jobsuchende unterwegs sind. Und genau das sollte man ausnutzen.

Eine gute Zeit für Initiativbewerbungen

Auch wenn in Summe wahrscheinlich weniger Personen in den Firmen anwesend sind: in den seltensten Fällen machen sämtliche Entscheidungsträger ganze zwei Monate lang blau.

Natürlich gilt es, ein wenig Geduld mitzubringen. Es kann passieren, dass Bewerbungen etwas länger liegen bleiben. Die Uhren ticken im Sommer einfach langsamer. Aber keine Sorge: die Bewerbungsunterlagen "verschwinden" nicht im Sommerloch – man sollte einfach etwas mehr Zeit verstreichen lassen, bevor man den Hörer zur Hand nimmt und nachhakt. Die Ferienzeit ist auch eine gute Zeit für Initiativbewerbungen. Denn manche Chefs wissen bereits im Sommer, welche Positionen im Herbst gefragt sein werden, schreiben diese aber noch nicht aus. Bei Initiativbewerbungen ist es wichtig, ein klares Statement zu setzen (DARUM will ich unbedingt in dieser Firma arbeiten), sich abzuheben von den anderen Bewerbungen, damit sich der Personalverantwortliche dann auch an dieses Schreiben erinnert, wenn im Herbst oder Winter schließlich jemand gesucht wird. "Ich kann dieses Unternehmen bereichern" – genau das ist der Eindruck, den man mit seiner Bewerbung hinterlassen sollte.

Nicht in "Hitzestarre" verfallen

Man sollte den Sommer also nicht als "verschenkte Zeit" betrachten, sondern aktiv nutzen. Zum Beispiel auch, um die eigenen Bewerbungsunterlagen zu optimieren. Denn gerade in den ruhigen Sommermonaten bleibt endlich mal Zeit, den Lebenslauf auf den neuesten Stand zu bringen und vielleicht ein aktuelleres Bewerbungsfoto machen zu lassen. Ebenso kann man die Zeit nutzen, um die eigenen Social Media Accounts wie Twitter oder Xing zu aktualisieren, sich auf Jobplattformen zu registrieren und interessante Firmen in der gewünschten Branche zu recherchieren. Auch am See oder im Freibad kann man per Smartphone bequem nach passenden Jobs Ausschau halten. Die "Sauregurkenzeit" bietet sich auch dazu an, eine berufliche Weiterbildung in Angriff zu nehmen. Auf Seminaren oder Sommerakademien lässt es sich auch gut netzwerken: man lernt Leute aus der Branche und dem jeweiligen Fachgebiet kennen, kann sich mit ihnen austauschen und wertvolle Kontakte knüpfen.

Die Sommermonate sind also keine verlorene Zeit – man kann sie sehr wohl aktiv für die eigene Karriereplanung und die eigenen Ziele nutzen. Denn die heißen Sommermonate können auch durchaus eine "heiße" Zeit für die Jobsuche sein.

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