Jeder zweite Jungunternehmer blickt heuer positiv in die Zukunft

 Jeder zweite Jungunternehmer blickt heuer positiv in die Zukunft

Von Susanna Sailer

Bei Erträgen, Kosten und neuen Mitarbeitern herrscht jedoch Vorsicht.

Die Hälfte der österreichischen Jungunternehmer erwartet bereits heuer eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbarometer der Jungen Wirtschaft hervor, das vom Market-Institut Ende Mai/Anfang Juni erhoben wurde. Die Corona-Krise hinterlässt aber auch Spuren: Die Unternehmer sind deutlich vorsichtiger gestimmt als zuvor, was Erträge, Kosten, Investitionen und neue Mitarbeiter betrifft.

45 Prozent glauben, dass erst im Jahr 2021 wieder Normalität einkehren wird, und sieben Prozent sehen dies erst 2022 oder später. "Wir sehen das klare Signal, dass Corona eine sehr spürbare Krise ist, aber für die Jungunternehmen nicht das Ende der Welt darstellen wird", so Market-Institut-Vorstand David Pfarrhofer.

"Pionierrolle" der Jungen

"Wir haben eine emotionale Berg- und Talfahrt durchlebt", meint die Junge-Wirtschaft-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger. "Jetzt sehe ich, dass viele wieder Mut gefasst haben." Österreichs Jungunternehmen spielten eine "Pionierrolle" bei der Aufhellung der wirtschaftlichen Stimmung. Pfarrhofer: "In den letzten Tagen durchgeführte Erhebungen zeigen an, dass generell in der Wirtschaft das Vertrauen wieder wächst." Eine Verschlechterung der Ertragslage erwartet der aktuellen Umfrage zufolge dennoch fast die Hälfte.

Von den Regierungshilfen am stärksten genutzt wurde der Umfrage zufolge der Härtefallfonds – 31 Prozent haben ihn in Phase 1 in Anspruch genommen, 26 Prozent in Phase 2. Dann folgen Steuerstundungen und Herabsetzungen der Steuervorauszahlungen (19 Prozent) sowie die Corona-Kurzarbeit (17 Prozent).