Bild: Resch&Frisch // Großbäcker Josef Resch weiß sich zu behaupten.

Josef Resch wird jetzt Koch

Von Josef Lehner

Nach 100 Jahren in Wels hat die Bäckerei Resch die Firmenleitung nach Gunskirchen übersiedelt.

Dort entstehen in der ehemaligen Kartonfabrik Schausberger mit einem Aufwand von 75 Millionen Euro weitere Büros für die Holding, fünf Fertigungslinien „Manufaktur“, Spezialbäckereien (glutenfrei, Konditorware, Premium, eine Schaubäckerei) und eine „Agrarwelt“, die Besuchern den Weg vom Getreide zum Brot zeigen soll.

Außerdem wird eine 2000 Quadratmeter große Küche eingerichtet; mit den Speisen sollen die eigenen Filialen sowie Firmenkunden versorgt werden. Dieses Brasserie-Geschäft sei nun die vierte Sparte (siehe Kasten).
In Gunskirchen werden 250 Arbeitsplätze entstehen. Der Standort werde Kompetenzzentrum für moderne Backtechnologie. In Wels bleiben die gewerbliche Backstube und die Großproduktion.

Im Vertrieb gibt es einige Ziele: Aktuell ist der nimmermüde Bäckermeister in Kroatien unterwegs. Über Stützpunkte in Zagreb, Rijeka und Split sollen die Hotels an der Adria mit dem Gastro-Sortiment versorgt werden. Die größte Unternehmenssparte mit heute 55 Prozent Umsatzanteil besteht nun exakt 30 Jahre. Am ertragreichsten sei nach zehn „harten Jahren“ der Heimzustelldienst, der durch einen Online-Shop verstärkt wird.

Mit Partner nach Asien

Sohn Georg (31) ist bereits Geschäftsführer der Sparte Gastro. Er selbst wolle aber eigentlich „nie in Pension gehen“, sagt Josef Resch. Für sein Erfolgskonzept sucht er Partner in Indien, China, Iran, Russland. Resch & Frisch soll dort aber nicht operativ tätig werden.

2017 setzte Resch & Frisch mit 1600 Mitarbeitern 142,8 Millionen Euro um (plus 9,7 Prozent). 

  • Resch & Frisch

3 Sparten: „Gastro“ mit 18.000 Kunden in 14 Ländern; „Back’s zuhause“ mit 215.000 Haushaltskunden in Österreich und Deutschland; 48 Bäckereifilialen in Oberösterreich und Salzburg (elf mobile).

4. Sparte: eine Großküche in Gunskirchen; sie kocht für Filialen und Firmenkunden.