Bild: V. Weihbold // Hier lässt es sich leicht lachen: epunkt Geschäftsführer Sam Zibuschka im Working Café, wo sich Mitarbeiter zum Plaudern und Arbeiten treffen.

Der maßgeschneiderte Arbeitsplatz

Von Daniela Ullrich

Beim Internet Recruiter epunkt haben sich die Mitarbeiter ihre Büros selbst erschaffen.

Im November letzten Jahres hat epunkt die Gelegenheit genutzt und die frei gewordene Bürofläche der Werbeagentur Reichl und Partner bezogen und neu adaptiert. Die vorigen Räumlichkeiten, die ebenfalls am OK Platz mitten in Linz gelegen waren, wurden dem Vermittler von Fach- und Führungskräfte Positionen in den Bereichen IT, Wirtschaft und Technik, zu klein. „Im gegenüberliegenden Haus hatten wir ein 880 Quadratmeter großes Büro, jetzt haben wir auf drei Etagen das Doppelte an Fläche“, sagt epunkt Geschäftsführer Sam Zibuschka.
„Hier beginnt das Abenteuer“. Mit diesem Hinweis auf der Eingangstüre im zweiten Stock begrüßt epunkt seine Kunden. Ausgangspunkt der „neuen Wege“ ist der große, sehr hell und freundlich gestaltete Empfangsbereich. Von hier aus erstreckt sich ein scheinbar endlos langer Gang, links und rechts öffnen sich die Türen in die Interviewräume.

Entdecker und Pioniere

Jeder Raum, die allesamt Namen von Entdeckern und Pionieren tragen, ist seinem Namensgeber vom Interieur her angepasst. So sind im „Indiana Jones“ Zimmer der unverkennbare Hut, die Lederjacke und die Peitsche als typische Accessoires drapiert. Palmen als Zimmerpflanzen, ein großer Holztisch mit angehobener Glasplatte und die eher dunkle Raumstimmung verbreiten tatsächlich Abenteuerlust.
Ganz anders ist der „Hedy Lamarr“ Raum arangiert. Lichtdurchflutet und fast romantisch eingerichtet, katapultiert einem das Zimmer in die frühen 1920er Jahre, wo die österreichisch- amerikanische Erfinderin gelebt hat. Ihre Erfindungen, die sie im Zweiten Weltkrieg zu entwickeln begann, werden heute als frühe Vorläufer der Bluetooth- und WLAN-Technologie angesehen.

Beim „James T.Kirk“ Besprechungszimmer ist der Name mehr als Programm. Mit einem Ruck fühlt man sich auf die Brücke des Raumschiff Enterprise „gebeamt“.
Und was hat das alles mit einem Personaldienstleister zu tun? „Eine neue Arbeit oder ein Jobwechsel ist ein großer Einschnitt, das einem Abenteuer gleicht. Mit den außergewöhnlichen Namen und Raumgestaltungen wollen wir unseren Kunden Mut machen, ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen“, sagt Sam Zibuschka, der seinen Mitarbeitern bei der Neugestaltung der Büroräumlichkeiten komplett freie Hand ließ.

Büro der Zukunft

„Ein sieben köpfiges Team startete mit der Agentur Symbios ein Büroplanungsprojekt um ein außergewöhnliches Arbeitsumfeld zu schaffen, das konzentriertes Arbeiten ermöglicht, teaminterne Kommunikation in den Vordergrund stellt und teamübergreifende Kommunikation fördert. So wird der Arbeitsplatz zur Spielwiese und Wohlfühloase“ , sagt der epunkt Chef, dessen Lieblingsbereich das äußerst ansprechend gestaltete Working Café mit angrenzender Dachterrasse in der obersten Etage ist.
Die rund 70 Mitarbeiter finden hier neben einer lauschigen Lounge, ansprechende Essensbereiche, gemütlichen Rückzugsnischen auch eine große abgeteilte Fläche, wo mit Tischtennistisch und Spielautomaten zum „Miteinander Sein“ eingeladen wird.

Die Büroräume im zweiten und dritten Stock, präsentieren sich einheitlich weiß, schlicht, praktisch und hell. Blickfang in den verschiedenen Abteilungen sind so genannte „Scoreboards“, wo Mitarbeiter ihre Ziele und Erfolge auf kreative Art und Weise festhalten. So gibt es Jakobswege oder Lego-Landschaften, die Siege festhalten.

  • Nachgefragt bei Sam Zibuschka

Immer auf dem Schreibtisch: Einen Führungswürfel, den ich bei einem Seminar selbst gebastelt habe. Darauf sind meine Leitsätze zeichnerisch festgehalten.
Meine geheime Lade: Habe und brauche ich ehrlich gesagt keine.
Büro-Treffpunkt: Eindeutig unser Working-Café, das auch speziell dafür da ist.

  • Zum Unternhmen

epunkt ist auf die Job-Vermittlung von Kandidaten für IT, Wirtschaft und Technik spezialisiert. Rund 1300 Positionen werden jährlich bei den Kunden besetzt.
Im Jahr 2000 von Daniel Marwan gegründet, zählt das Unternehmen heute rund 150 Mitarbeiter mit Standorten in Linz, Wien, Graz und München.