Bild: Werk // Zwei neue Bäderausstellungen werden heuer in Bayern eröffnen.

Familienbetrieb Holter will auch Bayern erobern

Von Elisabeth Prechtl

Der Welser Großhändler legte im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Umsatz und Mitarbeiterzahl deutlich zu.

Der Sanitär- und Heizungsgroßhändler Holter mit Sitz in Wels blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Der Umsatz kletterte auf 261 Millionen Euro (2016/17: 245 Millionen Euro). Die Zahl der Mitarbeiter ist um 100 gestiegen und liegt laut Geschäftsbericht bei 806. 43 Lehrlinge werden ausgebildet.

Aktuell streckt das Familienunternehmen, das in der fünften Generation von Jasmin Holter-Hofer und Michael Holter geführt wird, seine Fühler nach Deutschland aus: So hat Holter 2018 eine Vertriebskooperation mit dem Solarwärme- und Solarstromproduzenten Sonnenkraft gestartet: Am Standort Regensburg wurde die Holter Großhandel Deutschland GmbH gegründet. Mit der bayerischen Richter & Röhrig GmbH wurde eine Kooperation vereinbart. "Wir haben 2018 viel in unseren Vertrieb und die Kundenbeziehungen in Deutschland investiert", sagt Holter-Verkaufsleiter Christian Rauchfuß. Holter wolle in ganz Bayern seine Aktivitäten verstärken. 2019 werden daher zwei Ausstellungen für Bäder und Wellness im Raum Regensburg und in Passau eröffnen.

Onlineportal "Holter Home"

20 Standorte hat das 1873 gegründete Unternehmen in Österreich und Deutschland mittlerweile. Die Waren von 650 Herstellern werden von Wels aus vertrieben. Künftig will sich Holter weg vom reinen Logistikunternehmen hin zu einer Serviceorganisation entwickeln: "Handwerker werden knapp. Und die Kunden wollen möglichst wenig unterschiedliche Ansprechpartner", so Rauchfuß. Holter solle daher immer mehr zu einem Komplettanbieter von Beratung, Service und Inbetriebnahme werden.

Um als Großhändler dem geänderten Einkaufsverhalten der Kunden Rechnung zu tragen, wird auch das Onlineangebot ausgebaut: Ein Onlineportal für Geschäftskunden gibt es schon seit einigen Jahren. Für heuer ist laut Rauchfuß der Start von "Holter Home" geplant: "Virtuell kann einen realen Besuch nicht ersetzen. Aber über das Onlineportal können Privatkunden erste Informationen, etwa hinsichtlich der Energieeffizienz, einholen und die virtuelle Bäderausstellung besuchen." Bei den Kunden sei ein Trend zu Individualität und zu natürlichen Materialien erkennbar: weniger Kunststoff, mehr Glas und Echtholz.