Gute Jobaussichten mit Chancen zur Weiterbildung

Karriere mit Zukunft in der Wellpappe-Industrie. Bild: ehrenberg-bilder/VDW/akz Sonderthemen-Redaktion

Die Wellpappe-Industrie profitiert vom Online-Handel

Den Schulabschluss in der Tasche – und wie geht es weiter? Jetzt heißt es, berufliche Pläne für die Zukunft schmieden und den eigenen Weg finden. Ob Technikfan oder Organisationstalent – für alle, die von Anfang an Berufserfahrung sammeln und praktisch arbeiten möchten, ist eine Ausbildung in der Wellpappe-Industrie eine interessante Option.

Die Wellpappe-Industrie beschäftigt in Österreich rund 2000 Menschen. Kostengünstige und leistungsfähige Verpackungen werden immer gebraucht, daher benötigt die Wellpappe-Industrie qualifizierte und motivierte Mitarbeiter – vom Lehrling bis zum Profi mit Berufserfahrung.

Darüber hinaus stehen allen Mitarbeiter der Wellpappe-Industrie verschiedene Aus- und Weiterbildungen offen. Der Industrielehrgang Verpackungstechnik ist eine von der Industrie anerkannte Qualifikationsstufe für Facharbeiter der Branche. Der achtwöchige Lehrgang wird vom Bildungsforum PROPAK organisiert und innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren inklusive Abschlussprüfung durchgeführt.

Anna hat sich für eine Ausbildung zur Mechatronikerin bei einem Wellpappehersteller entschieden: "Es ist spannend zu sehen, was man alles aus Wellpappe herstellen kann und welche Technik dahintersteckt." In ihrer Ausbildung lernt sie, mechanische oder elektronische Teile zu Systemen zusammenzufügen, die in den Anlagen reibungslose Abläufe ermöglichen. "Dafür zu sorgen, dass alles so funktioniert, wie geplant, ist eine tolle Aufgabe. Mir macht die Arbeit mit den beeindruckenden supermodernen Maschinen einfach Spaß", sagt Anna.

Auch auf der kaufmännischen Seite gibt es interessante Berufsbilder in der Wellpappe-Branche: Wer Lust auf Zahlen hat und darüber hinaus über organisatorisches Geschick verfügt, kann sich zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau ausbilden lassen.

"Nach der Ausbildung in einer Wellpappefabrik gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren: Packmitteltechnologen können sich zum Beispiel zum Werkmeister (Industriemeister) weiterbilden. "Auch ein branchenorientiertes Studium ist eine Option", sagt Oliver Wolfrum, Geschäftsführer vom Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) in Deutschland: "Diplom-Ingenieure für Verpackungstechnik haben hervorragende Berufsaussichten." So auch Anna: "Nach meiner Ausbildung möchte ich Ingenieurwissenschaften studieren." Ein Blick auf die Facebook-Seite "Ausbildung Wellpappe-Industrie" zeigt, wie vielseitig die Berufe sind.

Wachstum durch Online-Handel

Wenn der Konjunkturmotor brummt, sind Verpackungen aus Wellpappe ein unverzichtbarer Partner für Handel und Industrie. 2017 verzeichnete die österreichische Wellpappe-Industrie ein Umsatzwachstum von 3,8 Prozent. Der Online-Handel ist weiterhin einer der größten Wachstumstreiber der Branche.

"Die Voraussetzungen dafür sind vor allem die solide Entwicklung bei unseren Kunden und die verstärkte Nachfrage der Konsumenten", sagt Max Hölbl, Sprecher des Forum Wellpappe Austria, stellvertretend für die österreichischen Wellpappe-Unternehmen.