internationale Fachkräfte
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Das Land Oberösterreich wirbt um Spitzenkräfte aus dem In- und Ausland

Drei Millionen Euro werden investiert, um sich als attraktive Arbeitsregion zu positionieren.

Nach Prognosen des OÖ. Fachkräftemonitors werden dem Wirtschaftsstandort Oberösterreich im Jahr 2030 bereits 127.000 Fachkräfte fehlen, wenn nicht gegengesteuert wird. Das Land Oberösterreich geht in die Offensive, indem es sich als attraktive Arbeitsregion positionieren will. Ziel ist, durch gezielte Werbung Fachkräfte aus dem Inland, aus Europa und aus Drittstaaten zu gewinnen.

Für dieses "Talent Attraction Programm" wendet das Land Oberösterreich von heuer bis Ende 2021 insgesamt drei Millionen Euro auf. "Die erste Rate von einer Million Euro haben wir zur Finanzierung dieses Projektes in der Sitzung der Landesregierung beschlossen", sagt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. "Wir wollen Oberösterreich auch international als lebenswerten Arbeits- und Lebensraum für Fach- und Spitzenkräfte positionieren." Diese Leute sollen flächendeckend durch das Welcome Upper Austria Center betreut werden, um ihnen die Integration zu erleichtern.

Begonnen wird mit einer Zielmarktanalyse im In- und Ausland, um zu erfahren, in welchen Regionen Arbeitskräfte verfügbar sind. Umgekehrt wird das Bedarfsmonitoring verstärkt, um Zielgruppen zu definieren. Die Akquise internationaler Fachkräfte soll durch ein Gesamtpaket gelingen. Geplant sind Online-Kampagnen, spezielle Aktionen, um Aufmerksamkeit in definierten Zielmärkten zu gewinnen und Roadshows auf Karriereevents.

Zugewanderte Fachkräfte entscheiden binnen drei Jahren, ob sie dauerhaft bleiben. Durch das Welcome to Upper Austria Service, das von einem auf drei Standorte ausgebaut wird, soll die Bindung gelingen. Zugewanderte Fachkräfte sollen mitwirken, um Personen aus ihrem Herkunftsland für Oberösterreich zu interessieren.

Rückholaktionen geplant

Viele junge Oberösterreicher absolvieren ihr Studium an einer auswärtigen Hochschule und bleiben auch im Berufsleben am einst gewählten Studienort. Mit Kampagnen soll gelingen, einen Teil dieser Personen für ihre Herkunftsregion zurückzugewinnen.

Projektträger ist die Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, die u.a. mit Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, der JKU und der FH OÖ kooperieren wird.