IT-Fachkräfte
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Der IT-Branche fehlen rund 10.000 hochqualifizierte Fachkräfte

Unbesetzte Jobs führen zu 1,6 Milliarden Euro Wertschöpfungsverlust.

Der IT-Fachkräftemangel bewirkt einen immensen wirtschaftlichen Schaden. In der Branche fehlen weiterhin rund 10.000 hochqualifizierte Arbeitskräfte. "Der direkte und indirekte Wertschöpfungsverlust beläuft sich auf 1,6 Milliarden Euro", sagt Martin Zandonella, Berufsgruppensprecher IT in der Wirtschaftskammer Österreich.

Zandonella bezieht sich dabei auf einen Report zur Ausbildung und Beschäftigtenlage in der IT-Branche, der vom Kärntner Institut für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung erstellt wurde. Auch die Drop-out-Quote in den Fächern der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) an den Universitäten und Fachhochschulen – vor allem in den ersten Semestern – sei "besorgniserregend". An den Fachhochschulen lag die Studienabbruchquote im Jahr 2017/18 bei IKT-Bachelorstudien bei 44,9 Prozent, an den Universitäten bei 50,6 Prozent. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor.

Am meisten fehlen die IT-Fachkräfte in der Softwareentwicklung, Netzwerkbetreuung und IT-Sicherheit. Größeren Arbeitskräftebedarf gibt es auch bei der Datenanalyse, Automatisierung und bei künstlicher Intelligenz.

Lehre für Studienabbrecher

Um heimische Fachhochschul- und Universitätsstudienabbrecher will sich die IT-Branche nun verstärkt kümmern. Mit Matura könne man eine verkürzte IKT-Lehre machen, meint Zandonella. Der IT-Sektor sei bisher "keine klassische Branche" für die Lehre. Es findet aber ein Umdenken statt.

Daneben brauche es unter anderem eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte, um Fachkräfte von außerhalb der EU nach Österreich zu holen.