Bild: B. Plank // Human centered workplace for Industry

Digitale Assistenzsysteme in der Montage

Von Daniela Ullrich

Die Digitalisierung von Fertigungsprozessen stellt den Mensch wieder in den Mittelpunkt. Wurden früher Produkte in möglichst großer Stückzahl produziert, so können nun aufgrund der Digitalisierung die Produkte auf die jeweiligen Kundenwünsche zugeschnitten werden.

Im 1,5 Mio Euro Forschungsprojekt „Human centered workplace for Industry“ arbeiten die 3 Fachhochschulen OÖ Fakultät Wels, Hagenberg und Steyr zusammen. Insgesamt forschen 10 Wissenschaftler in der Forschungsfabrik der Zukunft am Campus Wels, wo Roboter, digitale Informationssysteme und die Produktionsmitarbeiter zusammenarbeiten (kollaborieren).

Augmented Reality und kollaborierende Roboter unterstützen

„Die sogenannte smarte Produktion führt zu immer komplexer werdenden Produktportfolios, einer steigenden Anzahl verwendeter und verarbeiteter Materialien, sowie stark verteilten und dezentralisierten Produktionswertketten und unterschiedlichen Prozesstechnologien“, erklärt Forschungsleiter FH-Prof. Dr. Roman Froschauer und weiter: „Unser Ziel ist es, die Anlernphase und auch die tägliche Arbeit von Montage-Mitarbeitern durch Assistenzmaßnahmen in der Montage zu minimieren bzw. zu unterstützen. Diese reichen von produktspezifischen Arbeitsanweisungen auf einem Bildschirm, über Augmented Reality Systeme bis zu kollaborativen Robotern am Arbeitsplatz.“

Ergebnisse für Firmenvertreter präsentiert

Bei der Tagung nahmen 70 Forscher und Firmenvertreter teil. „Unser Ziel war es, die ersten Forschungsergebnisse den Firmenvertretern zu präsentieren und zu diskutieren“, so Froschauer, der Studiengangsleiter des berufsbegleitenden Masterstudienganges Robotic Systems Engineering ist. Neben diesem Welser Masterstudium wird auch im Hagenberger Master-Studium Human-Centered Computing der Fokus auf die Berücksichtigung des Menschen in den industriellen Fertigungsprozessen der Zukunft gelegt.