Bild: techcenter // Digitale Meile im Hafen

"Digitale Meile" im Hafen soll neue Fachkräfte nach Linz locken

Von OÖN

Entlang der Donaulände über die Hafenstraße bis hin zur Industriezeile soll sie entstehen: Eine digitale Meile, die die dort ansässigen IT-Unternehmen umfassen soll.

Beginnend bei Fabasoft über die Unternehmen in der Tabakfabrik, im Techcenter und der Neuen Werft bis hin zur S&T AG sind mehr als 100 Unternehmen mit rund 2600 Mitarbeitern dort angesiedelt.

Diese wollen sich nun auf Initiative des Techcenters und der Neuen Werft vernetzen, ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit soll die Anwerbung von Fachkräften sein. Am 12. März ist eine Auftaktveranstaltung mit 16 Unternehmen zu diesem Thema geplant.

Wo der Schuh drückt

"Diese werden gemeinsam überlegen, wie man dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann und welche konkreten Maßnahmen und Ziele gesetzt werden können", sagt Wirtschaftsreferent Vizebügermeister Bernhard Baier (VP).

"Das Ziel ist, dass wir möglichst schnell in eine operative Umsetzung kommen, die Bereitschaft aller Beteiligten ist jedenfalls hoch", sagt Georg Spiesberger, Geschäftsführer des Techcenters und der Neuen Werft. "Wir wollen einfach schauen, wo drückt den Unternehmern der Schuh. Eine Blitzumfrage im Techcenter und der Neuen Werft hat ergeben, dass wir sofort 90 ITler einstellen könnten", sagt Spiesberger. In den nächsten Monaten werden allein an den zwei Standorten weitere 120 Fachkräfte benötigt. Ziel der angestrebten Vernetzung sei, gemeinsam zu erheben, was lokal gebraucht werde. "Ein Thema ist etwa die Anbindung an den Bahnhof oder die Parkplatzsituation vor Ort", sagt Spiesberger.

Gemeinsame Ausschreibungen

Welche Konzepte im geplanten Prozess erarbeitet werden, sei noch völlig offen. Denkbar wäre etwa die gemeinsame Ausschreibung von Wettbewerben oder die Einführung eines Shuttelservices für die Mitarbeiter: "Für die Unternehmer ist auch die digitale Vermarktung der digitalen Meile interessant." Denn mit der digitalen Meile soll ein IT-Hotspot entstehen, der nicht nur nationale, sondern auch internationale Arbeitskräfte anziehen soll.

Markus Manz, Geschäftsführer von tech2b, ist jedenfalls positiv gestimmt: "Wir begrüßen diese Initiative." Bereits jetzt gebe es gute Kooperationen: Denn das 100. Gründerteam, das im April in das Techcenter einziehen wird, übersiedelt von tech2b. "Es freut uns, dass das Unternehmen Symflower unser Nest in Richtung Techcenter verlässt."