nächste Generation
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Familienunternehmer sollten Potenzial der Jungen mehr nutzen

Laut PwC-Studie sollte der Nachwuchs die Digitalisierung forcieren.

In den Familienunternehmen streben 41 Prozent der jungen Generation in den nächsten fünf Jahren eine Position als Geschäftsführer an. Das zeigt eine globale Studie des Unternehmensprüfers PwC. Demnach seien schon jetzt 70 Prozent der Jungen stark in ihrem Familienbetrieb involviert. Sie sehen ihre klare Aufgabe in der Sicherung des Familienerbes in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche und Veränderungen.

Die Studie ergab aber auch, dass wegen mangelnder Möglichkeiten im Unternehmen eine bedeutende Minderheit dieser Generation oft frustriert sei und sich zurückgehalten fühle. Sie meint, nicht über die gesellschaftliche Akzeptanz für die Betriebsführung zu verfügen.

Junge früher heranlassen

"Österreichische Familienunternehmen und Mittelständler gehen zu vorsichtig an die Digitalisierung heran", sagt Rudolf Krickl, Partner von PwC Österreich. Die Studie bestätige, dass sich gerade die Chefs von morgen mit Begeisterung der digitalen Transformation und den Veränderungen, die damit verbunden seien, widmen. Diese Chance sollten Familienunternehmen unbedingt nützen, vor allem jene Generation, die derzeit noch die Führungsebene einnehme. Die alte Generation sollte demnach jetzt handeln, um das Potenzial der nachfolgenden Generation zu nutzen.

Krickl: "Es ist unverzichtbar, sich offen und mutig der Digitalisierung zu stellen, auf neue Formen der Zusammenarbeit zu setzen und das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen." Denn der Umgang mit der digitalen Transformation werde letztendlich über die Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen entscheiden.