Feedback geben, aber so, dass es  Empfänger richtig auffassen
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Feedback geben, aber so, dass es Empfänger richtig auffassen

Personalberater Iventa liefert Tipps zur wertschätzenden Formulierung.

Wer Feedback gibt, löst Gefühle beim Gegenüber aus. Deshalb kommt der Formulierung von Rückmeldungen große Bedeutung zu. "Denn wahr ist immer das, was der Empfänger einer Nachricht versteht", sagt Sabina Oblak, Geschäftsführerin für Personal- und Organisationsentwicklung beim Personalberater Iventa. Mit ihren Ratschlägen lässt sich Feedback konstruktiv gestalten.

Schlicht und präzis: Vermeiden Sie komplexe Umschreibungen. Ihre Aussagen sollen klar und verständlich sein, um Unklarheiten auszuschließen.

Eindrücke und Beobachtungen anführen: Bleiben Sie bei den Fakten. Untermauern Sie Ihre Aussagen mit gemachten Beobachtungen und schildern Sie Ihren Eindruck, ohne Ihr Gegenüber zu bewerten.

Konkrete Handlungen und Verhalten: Beziehen Sie sich auf ein bestimmtes Beispiel, das die Person nachvollziehen kann. Stellen Sie klar, an welchen Handlungen Sie Ihr Feedback festmachen und welches Verhalten Sie beobachten.

Auf Augenhöhe kommunizieren: Nehmen Sie Ihren Gesprächspartner ernst und behandeln Sie ihn nicht von oben herab. Das ist genauso wichtig wie der Inhalt des Feedbacks.

Ich-Botschaften formulieren: Feedback ist eine persönliche Wahrnehmung, die sich am besten als Ich-Botschaft formulieren lässt, etwa "Ich habe den Eindruck gewonnen, dass …", und nicht als totale Aussage wie "Du bist …" Bei Rechtfertigungen Ihres Gegenübers sollten Sie betonen, dass Sie Ihre Wahrnehmung vermitteln.

Üben: Feedback geben ist Übungssache. Geben Sie nicht nur negatives, sondern auch positives Feedback. Denn Rückmeldungen zu geben, ist eine der wichtigsten Formen der Anerkennung.