Frisch aus der Schule, hinein in den Job: Wie Junge eingeführt werden
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Frisch aus der Schule, hinein in den Job: Wie Junge eingeführt werden

Von Susanna Sailer

Tipps, wie sich Einsteiger im neuen Arbeitsumfeld leichter tun können.

Für viele junge Leute beginnt nach dem Sommer mit dem Jobeintritt ein neuer Lebensabschnitt. Entsprechend unsicher sind die meisten von ihnen. Doch vor allem in Klein- und Mittelbetrieben passiert es, dass Beschäftigte und Führungskräfte auf die Ankunft der Neuen nicht vorbereitet werden. So stehen die jungen Leute anfänglich alleingelassen in der Ecke.

Dass das auch anders geht, wird den KMU-Führungskräften in einem Workshop im WIFI Linz am 19. September vermittelt. Kurs-Leiterin Michaela Dattinger gibt Tipps, wie die Aufnahme der Jungen gelingen kann. "Der Chef sollte einen neuen Mitarbeiter willkommen heißen und dann, wenn er selbst keine Zeit hat, aus dem Mitarbeiterkreis einen Mentor bestimmen, der künftig für den Neuen zuständig ist. Aber auch dieser Mentor muss auf seine Aufgabe vorbereitet werden, um Überforderungen zu vermeiden", sagt Dattinger.

Mit allzu viel Infos sollte ein Neueinsteiger am ersten Tag nicht belastet werden. Besser sei es, sich für die Folgetage weitere Gespräche zu vereinbaren. Dattinger: "Wichtig ist, anfangs eine Balance zu finden, indem der Neue nicht überfordert wird und sich auch selbst orientieren kann."

Handbuch und Gespräche

Empfehlenswert sei, die wichtigsten Dinge in einem Handbuch zusammenzufassen. Was den Inhalt angehe, sei es sinnvoll, jene in den Erstellungsprozess mit einzubinden, die selbst noch nicht so lang im Betrieb seien. Die ersten drei Monate rät Dattinger zu wöchentlich stattfindenden Feedback-Gesprächen mit dem Chef. "Nur zwischen Tür und Angel beim Kaffee zu fragen, ob alles passt, ist zu wenig. Das Reden kommt oft zu kurz".