Österreichs Führungskräfte sitzen fest in ihren Chefsesseln
Bild: Colourbox// Chefs bleiben in Österreich besonders lang auf ihrem Posten.

Führungskräfte sitzen fest in ihren Chefsesseln

Laut Studie wechseln knapp 14 Prozent der Geschäftsführer den Job.

Führungskräfte in Österreich sind weniger oft vom Personalkarussell betroffen als der Durchschnitt der gesamten DACH-Region (Deutschland-Österreich-Schweiz). Im Vorjahr betrug die Wechselquote bei Geschäftsführern und Vorständen 13,8 Prozent. Das entspricht der drittniedrigsten Fluktuationsrate weltweit. Denn im globalen Schnitt räumten im Vorjahr 17,5 Prozent der Geschäftsführer ihren Posten. Das sind die Kernergebnisse der "CEO Success Studie" von Strategy&, der Strategieberatung von PwC.

Im Vergleich dazu erreichte die Fluktuation in den Führungsetagen in Deutschland und der Schweiz 16 Prozent. "Unsere Studie bestätigt, dass Österreichs Top-Führungskräfte fest im Sattel sitzen. In den 29 heimischen Unternehmen, die zu den 300 deutschsprachigen Konzernen mit der größten Marktkapitalisierung zählen, gab es vier Wechsel auf oberster Führungsebene", sagt Harald Dutzler, Partner bei Strategy& Österreich.

Geringer Frauenanteil

Bei weiblichen Führungskräften hinkt die DACH-Region nach wie vor weit hinterher. "Aktuell lässt sich dazu auch keine Verbesserung erkennen", sagt Dutzler. Insgesamt weise der deutschsprachige Raum den drittkleinsten Anteil an weiblichen Geschäftsführern im weltweiten Vergleich auf. Dutzler: "Österreichs Unternehmen sind also dringend gefragt, das Thema Gleichstellung von Frauen stärker in der Firmen-DNA zu verankern."

Dafür konnte die DACH-Region im Hinblick auf die Internationalität neu berufener Führungskräfte punkten. 32 Prozent der neuen Unternehmenslenker kamen 2018 aus einem anderen Land als das Unternehmen, das sie leiten.