Junge leiden unter Stress und haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis
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Junge leiden unter Stress und haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis

Deloitte-Studie fördert die Zukunftsängste der Millennials zutage.

Viel Stress und das Bedürfnis nach Sicherheit – so fasst der Millennial Survey des Beratungsunternehmens Deloitte die Einstellung einer ganzen Generation gegenüber der Zukunft zusammen. Demnach machen sich österreichische Millennials (geboren zwischen 1981 und 1996) vor allem um die Umwelt, das Wohlergehen ihrer Familie und die eigene finanzielle Sicherheit Gedanken.

Diese Sorgen werden durch die Coronakrise verstärkt. Im internationalen Vergleich neigen die Österreicher besonders zu Pessimismus. 49 Prozent der jungen Menschen sind der Ansicht, dass sie im Vergleich zur vorherigen Generation tendenziell unglücklicher sind. Ein Grund dafür ist der hektische Alltag. Fast die Hälfte der Studienteilnehmer gibt an, sehr oft unter Stress zu leiden.

Erschütterte Jobsicherheit

Mit dem Stresslevel wächst das Bedürfnis nach Sicherheit in allen Lebensbereichen – auch am Arbeitsplatz. Demnach fühlten sich drei Viertel der jungen Österreicher Anfang des Jahres noch sicher im Job. 41 Prozent wollten die nächsten fünf Jahre beim aktuellen Arbeitgeber bleiben. Die Krise hat diese Jobsicherheit nun erschüttert. Laut weltweiter Umfrage hat mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Befragten durch die Pandemie den Arbeitsplatz verloren oder vorübergehend unbezahlten Urlaub genommen. "Auch in Österreich müssen viele bis heute um ihren Job bangen", sagt Elisa Aichinger von Deloitte Österreich.

Junge Menschen würden sich Arbeitgeber wünschen, die sich mit zielgerichteter Strategie für Vielfalt, Nachhaltigkeit und Inklusion einsetzen. Aichinger: "Die Umfrage zeigt, dass hier seitens der Unternehmen noch großer Aufholbedarf besteht."