junge erfolgreiche Geschftsfrau
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Im eigenen Interesse

Diese Woche trafen einander 400 Unternehmerinnen in Linz. Unter anderem stand die Wichtigkeit von Diversität auf dem Programm. Aus diesem Anlass haben sich die OÖN eine Studie der Boston Consulting Group näher angesehen, die die Unternehmensberatung mit der TU München durchgeführt hat. Demnach können sich Frauen mit Führungsaufgaben bestätigt fühlen – vor allem, wenn sie nicht als Einzelkämpferinnen unterwegs sein müssen: Unternehmen sind erfolgreicher, je besser die Teams gemischt sind. Das ist keine neue Erkenntnis. Spannend macht die Arbeit erst der zweite Blick: Es kommt nicht nur auf den Geschlechtermix an. Auch unterschiedliche kulturelle und ethnische Hintergründe sowie die Zusammenarbeit von jung und alt bringen Unternehmen weiter als andere. Dies auf der Ebene der Geschäftsführung – nicht nur auf dem Fabrikboden.

Erst ab einem Anteil von 20 Prozent im Management könnten etwa Frauen ihre Fähigkeiten gemeinschaftlich so einbringen, dass ein positiver Effekt auf den Unternehmenserfolg messbar ist. Eigentümer sind im eigenen Interesse gut beraten, die Chefetagen ihrer Firmen zu verbreitern – und nicht eine Alibi-Frau, einen Vorzeige-Migranten zu fördern.