Sigrid Brandstätter
Bild: OÖN

Blick in die Zukunft

Die vergangene Woche wurde in Österreich von der Debatte um die Gesetzesnovelle zur Flexibilisierung der Arbeitszeit dominiert. Wie auf Seite 4 nachzulesen, diskutieren auch heimische Personalchefinnen das Thema.

Eine diese Woche veröffentlichte internationale Studie des Unternehmensberaters A.T. Kearney ist dagegen ziemlich untergegangen. Sie behandelt die stark zunehmende Roboterisierung im Dienstleistungsbereich. Das können Sie sich nicht vorstellen? Dann haben Sie noch nie mit einer computergesteuerten Telefonhotline telefoniert. Gerade sich wiederholende Fragestellungen werden künftig immer mehr von menschlich klingenden Roboterstimmen beantwortet. Diese Entwicklung steht erst am Anfang, auch heimische Firmen arbeiten eifrig an der Weiterentwicklung. Laut A.T. Kearney könnten in zehn Jahren mehr als die Hälfte der Backoffice-Arbeiten robotergesteuert erledigt werden.

Ist das das Ende von Sekretariaten? Sicher nicht. Aber deren Arbeit hat sich bereits in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten massiv gewandelt und wird es weiter tun. Profane, sich wiederholende Arbeiten sollten weniger werden. Für die inhaltliche Tätigkeit bleibt mehr Zeit, weil die Mär, dass uns die Arbeit ausgeht, hat keine Automatisierungswelle gebracht. Im besten Fall könnte das die Arbeitszufriedenheit sogar erhöhen.