Sigrid Brandstätter
Bild: OÖN

Schlechter Ruf

Die kluge und passgenaue Auswahl von neuen Mitarbeitern ist die Königsdisziplin im Personalwesen. Der Kandidat oder die Kandidatin sollten fachlich top sein, Einsatzwillen zeigen, selbstständig agieren können – und ins Team passen. So eine Entscheidung ist sorgfältig abzuwägen und sollte von allen Verantwortungsträgern abgesegnet werden.

Allerdings hat sich der Arbeitsmarkt längst gedreht, die Schnelllebigkeit spiegelt sich auch bei der Wahl des Dienstgebers: Kandidaten, die sich verändern wollen, haben üblicherweise mehrere heiße Eisen im Feuer. Wenn sie innerhalb einer Woche nicht erfahren, woran sie sind, dann ist man als potenzieller Arbeitgeber ausgeschieden.

Vor allem wer mobile, internationale Experten sucht, sollte sich dem Tempo anpassen. Das raten die heimischen Personalberater seit Jahren (siehe Seite 2). Österreichs Arbeitgeber gewinnen im internationalen Vergleich den zweifelhaften Ruf, dass sie langsam – und entscheidungsschwach sind. Das schickt sich für eine Exportnation nicht.