sigrid

Was bleibt?

Sieben Wochen waren wir jetzt im Corona-Lockdown. Diejenigen, die ins Homeoffice übersiedeln mussten, haben sich Büros, die längst zu Abstellkammern verkommen waren, entrümpelt und diese wieder dem ursprünglichen Zweck zugeführt. Teilweise wurde auch technisch nachgerüstet, weil das Starren auf einen kleinen Laptop-Bildschirm auf die Dauer den Bewegungsapparat ganz schön verspannen kann. Die abgehakten Telefon- oder Videokonferenzen ärgern noch wie am ersten Tag.

Nun sperren viele Dienstleister und der Handel wieder auf. Wir freuen uns, dass wir eine eingeschränkte Mobilität zurückbekommen. Auch in vielen anderen Bereichen kehren mehr und mehr die Belegschaften in die Hallen und Büros zurück.

Was bleibt? Womöglich der Wunsch, zumindest tageweise sich den Arbeitsweg zu ersparen und daheim ohne Unterbrechung konzentriert dahinarbeiten zu können. Viele Firmen werden entsprechende Regelungen treffen. Vielleicht bleibt auch eine größere Disziplin bei den Besprechungen, die sich die Teams im Fernsprech-Modus auferlegt haben.

Aber auf jeden Fall bleibt die Erkenntnis, dass vieles verloren geht, wenn der persönliche Kontakt zu den Kollegen dauerhaft fehlt.