Michael Derntl (2.vl.l)
Bild: privat//Michael Derntl (v.l.)

Motorräder sind sein Hobby und Beruf

Von Robert Stammler

KTM-Techniker Michael Derntl wurde zweitbester Fahrer beim ÖAMTC-Sicherheitsbewerb

Drei von fünf Geschicklichkeits-Bewerben hatte Motorradliebhaber und KTM-Ingenieur Michael Derntl (35) aus St. Georgen bereits gewonnen und lag beim bundesweiten ÖAMTC-Bewerb „Österreichs sicherster Motorradfahrer“ in Saalfelden souverän in Führung.

Doch dann kam der Brems-Parcours. „Da bin ich leider nur auf Platz 28 gelandet, ich war um ein km/h zu langsam“, sagt Derntl. Am Ende wurde der 35-Jährige Zweiter und darf sich über einen 1000-Euro-Gutschein für Motorradbekleidung freuen.

Mitzumachen, um Bundessieger zu werden, war ohnehin nicht die Absicht des versierten Technikers. „Wir bekommen von der Firma die Fahrsicherheitstrainings bezahlt. Ich dachte mir im Frühjahr, da mache ich mit und bereite mich gut auf die beginnende Motorradsaison vor.“ Schon bei den Herausforderungen im Fahrsicherheitszentrum in Marchtrenk wurde Derntl Gruppensieger und qualifizierte sich für den Bundesbewerb. Gefahren ist er dabei mit einer Husqvarna Svartpilen, einer Straßenmaschine mit 690 Kubikmetern Hubraum, die er von seinem Arbeitgeber für den ÖAMTC-Bewerb zur Verfügung gestellt bekam. „Ich restauriere zu Hause gerade eine alte Aprilia“, sagt der 35-Jährige, der die Mechatronik-HTL absolvierte und später auch noch die Welser Fachhochschule für Automatisierungstechnik abschloss.

Seit 2011 arbeitet er für KTM, tüftelt als Entwicklungsingenieur an neuen Einspritzsystemen. Motorräder sind da ein logisches Hobby. „Ich bin aber selten auf der Straße unterwegs, denn das ist durch den steigenden Verkehr ein Unsicherheitsfaktor geworden“, sagt der Biker-Fan. Er bevorzugt es, „offroad“, abseits der Straße im freien Gelände unterwegs zu sein.

Da es in der Heimat dazu wenig Gelegenheit gibt, verschlägt es ihn dazu zu „Abenteuerurlauben“ in das Ausland: etwa nach Kroatien oder in die rumänischen Karpaten. „Da sind wir in Gruppen unterwegs, das passt gut“, sagt der Mühlviertler, der Mitglied im Enduro Cross Club Schönau und im MSC Mattighofen ist.