IT-Fachkkräfte
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Reformierte Rot-Weiß-Rot-Karte soll Zuzug erleichtern

Abwicklung von Anträgen soll künftig digital und schneller erfolgen

Die Bundesregierung plant, die Rot-Weiß-Rot-Karte zu modernisieren. Die Reform soll den qualifizierten Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland vereinfachen. So soll die Antragstellung in Zukunft durch Digitalisierung der Abläufe effizienter gestaltet werden und beispielsweise ermöglichen, dass Arbeitgeber die Anträge auch online bei Inlandsbehörden einbringen können. In einer weiteren Phase soll das digitale Angebot auch auf Antragstellende – also auf Fachkräfte aus Drittstaaten – ausgedehnt werden.

Bei der Austrian Business Agency soll eine One-Stop-Shop-Stelle etabliert werden. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Attraktivität des Standortes unter zu langen Verfahren leidet", sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. "Einzelne Verfahrensschritte sollen daher nicht ausschließlich hintereinander, sondern nach Möglichkeit parallel geführt werden." Das sogenannte Ersatzkräfteverfahren zur Feststellung der Verfügbarkeit eines inländischen oder europäischen Bewerbers soll laut Schramböck evaluiert und möglichst innerhalb von zehn Werktagen abgewickelt werden.

Privatbüro leichter absetzbar

Ein weiterer Punkt, der festgelegt wurde, betrifft Ein-Personen-Unternehmen und Jungunternehmer, die von zu Hause aus arbeiten. Die steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitszimmers soll einfacher gestaltet werden. Bisher musste nachgewiesen werden, dass jener Raum im Wohnungsverband tatsächlich zum Dienstzweck und nicht privat genutzt wird. Ab Anfang 2021 sollen 100 Euro im Monat auch abgesetzt werden können, wenn für die Tätigkeit kein anderer passender Arbeitsplatz bereitsteht.