Was Zugführer oder Fahrlehrer im Jahr 2050 machen könnten

Was Zugführer oder Fahrlehrer im Jahr 2050 machen könnten

Eine Studie des Ars Electronica Futurelab untersucht den Wandel von 60 Berufen mit Bezug zu Verkehr.

LINZ. Wie werden Zug- oder Straßenbahnführer in einer Welt arbeiten, in der ihre Verkehrsmittel selbst fahren? Ein Szenario könnte laut einer Studie des Ars Electronica Futurelab, die im Auftrag des Kuratoriums für Verkehrssicherheit erstellt wurde, so aussehen: Ein Zugführer überwacht den geregelten Ablauf. Wenn etwas Unvorhergesehenes passieren sollte – ein Hindernis oder ein technisches Versagen –, schlägt das System verschiedene Handlungsoptionen vor. Der Zugfahrer wählt eine aus und leitet sie ein. Er muss immer wachsam bleiben, obwohl vielleicht stundenlang nichts passiert.

60 Berufsbilder mit Bezug zu Logistik und Verkehrssicherheit wurden in der Studie unter die Lupe genommen, um Szenarien zu entwerfen, wie diese sich bis zum Jahr 2050 verändern könnten. Ein Beschilderungsdesigner der Zukunft müsste sich demnach nicht mehr am Menschen orientieren, sondern an den autonomen Fahrzeugen. Markierungen sollten dann so gestaltet werden, dass Laser-Sensoren diese gut erfassen können.

Ein Trainer für Fußgänger

Und was macht ein Fahrlehrer, wenn für ein selbstfahrendes Auto kein Führerschein mehr gebraucht wird? Laut Studie könnte er zu einem Mobilitätstrainer mutieren. Er trainiert vor allem Leute, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind. Ampeln und Fußgängerübergänge sind dann nur noch virtuell vorhanden, werden also von Fahrzeugen direkt empfangen oder ausgesendet.

Trends, die aus der Studie abgelesen werden, deuten auf die steigende Wichtigkeit digitaler Grundkenntnisse und sozialer Kompetenzen hin. Personen, die Wissen aus unterschiedlichen Bereichen miteinander kombinieren, sind im Vorteil.