the good performance
Bild: (Phovoir)

Wertschätzung ist nach Gehalt am wichtigsten für Zufriedenheit im Job

Eine Studie beleuchtet, was zählt, damit Arbeitnehmer gerne an ihren Arbeitsplatz kommen

Die immer noch wichtigste Motivation für den Job ist das Gehalt. Gleich dahinter sind aber Wertschätzung und Anerkennung der Leistung ausschlaggebende Faktoren, damit die Menschen gerne für ihren Arbeitgeber tätig sind oder sich anderweitig um einen Job umsehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marketagent-Umfrage unter 2000 Österreichern im Auftrag der Leitbetriebe Austria.

Gut zwei Drittel der Befragten sehen demnach "Geldbeschaffung" als Motivationsschub. Rund 50 Prozent motiviert die Freude an der Arbeit. Aber die Aussicht auf Beförderung und einen höheren Platz in der Hierarchie sind kaum noch Thema. "Wichtig sind vielmehr der Arbeitsinhalt und ein positives Arbeitsumfeld", sagt Lisa Patek von Marketagent.com. Alles in allem hat der Job für fast 80 Prozent der Befragten einen hohen bzw. sehr hohen Stellenwert.

Mehr als die Hälfte der Befragten erlebt im eigenen Unternehmen einen "kooperativen" Führungsstil – und 93 Prozent der davon Betroffenen finden diesen gut. Ein Drittel ortet einen "autoritären" Führungsstil, den nur 30 Prozent von ihnen positiv sehen.

Die persönliche Arbeitsauslastung empfinden 80 Prozent als hoch. 45 Prozent müssen mindestens einmal pro Woche in der Freizeit Berufliches erledigen, nur 14 Prozent müssen das nie. Dafür gibt es die oft beklagte mangelnde Trennung zwischen Berufs- und Privatleben in der Praxis kaum: Diese ist fast 80 Prozent der Befragten wichtig oder sehr wichtig und 78 Prozent finden, dass ihnen die Trennung auch sehr gut oder gut gelingt.

Unter den Vollzeitangestellten würden aber dreimal so viele gerne von zu Hause auf arbeiten, als sie es tatsächlich dürfen. Unter Teilzeitkräften ist der Unterschied gering, dennoch wäre mehr Homeoffice gefragt.

Gutes Arbeitsklima zählt

Bei den Motiven für einen tatsächlichen Jobwechsel dominiert "zu geringes Gehalt", dahinter folgen der "Führungsstil des Vorgesetzten" und Motive wie Stress, Arbeitszeiten oder Arbeitsklima. Des Geldes wegen wird dann gekündigt, wenn der Jobwechsel 25 Prozent mehr Gehalt verspricht. "Das ist in der Praxis gar nicht so oft der Fall", meint Leitbetriebe-Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher.

Wenn also Unternehmen ihre guten Mitarbeiter halten wollen, müssen sie nicht in erster Linie mehr bezahlen, sondern sicherstellen, dass auf allen Führungsebenen ein wertschätzender, motivierender und fairer Umgang mit den Mitarbeitern als selbstverständlich angesehen wird.