Wie Sie in virtuellen Meetings gut rüberkommen
Bild: Sabine Kneidinger// Kommunikationsexpertin Iris Zeppezauer

Wie Sie in virtuellen Meetings gut rüberkommen

Acht Ratschläge für eine bessere Kommunikation zwischen zu Hause Arbeitenden und ihren Teams.

Für viele Arbeitnehmer ist es eine noch gewöhnungsbedürftige Situation: Sie wurden von ihren Führungskräften gebeten, im Arbeitszimmer zu Hause zu arbeiten. Nun muss die Zusammenarbeit über virtuelle Hilfsmittel funktionieren. Kommunikationsberaterin Iris Zeppezauer aus Buchkirchen gibt Ratschläge für das Verhalten bei virtuellen Besprechungen.

Es braucht einen Moderator: Eine Person, die das virtuelle Meeting koordiniert, den Redeanteil der Teilnehmenden regelt und den Zeitrahmen im Auge behält. Je mehr Leute dabei sind, umso wichtig wird der Moderator. Gängige Präsentationsprogramme geben das auch vor. Ein Moderator hat Rechte, die andere nicht haben, etwa Gesprächsteilnehmer auf leise stellen und die Mikrofone regulieren.

Status beibehalten: Auch wenn Homeoffice stark dazu verleitet, es sich bequem zu machen, ist es ratsam, bei Telefon- und Onlinebesprechungen gepflegte Freizeit- oder lockere Businesskleidung zu tragen. Dadurch entsteht automatisch ein Rahmen dafür, Themen glaubwürdig und mit mehr Selbstsicherheit zu präsentieren.

Präsenz zeigen: Menschen, die während der ersten Minuten nicht zu Wort kommen, bleiben für den Rest des Meetings eher ohne Redeanteil – anders als Menschen, die sich aktiv einbringen. Um wahr- und ernstgenommen zu werden, ist es unabdingbar, sich von Anfang an am Gespräch zu beteiligen.

Gute Vorbereitung: Vortragende sollten im Vorhinein ihr Ziel definieren und sich überlegen, wie sie binnen kurzer Zeit ihre Gesprächspartner informieren und überzeugen. Ein spannender, unerwarteter Einstieg in die Präsentation sichert Aufmerksamkeit und macht neugierig auf das, was kommt.

Verzögerungen einkalkulieren: Die Technik, etwa von Skype, erkennt, wer gerade spricht, und richtet auch die Kamera auf ihn. Wenn zu viele durcheinander sprechen, kann das Programm nicht mithalten. Das geht zu Lasten des Inhalts und der Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, rasch auf den Punkt zu kommen, statt auszuschweifen. Dann gilt es, eine Pause zu machen und zu schauen, was von anderen zurückkommt. Kalkulieren Sie Verzögerungen durch die Internetübertragung ein. Das heißt, alle müssen bei ihrem Redeanteil disziplinierter sein und sich mehr auf das Zuhören konzentrieren.

Auf Artikulation und Stimme achten: In Telefon- und Videogesprächen, in denen der direkte persönliche Kontakt fehlt, ist es wichtig, auf eine klare Aussprache und starke Stimme zu achten. Hilfreich ist eine aufrechte Sitzposition und beide Füße fest auf dem Boden zu platzieren oder – wenn möglich – im Stehen zu präsentieren.

Denkpausen gewähren: Für das Präsentieren von Zahlen und Statistiken bieten gängige Programme die Möglichkeit, den eigenen Bildschirm freizugeben. Wenn die Teilnehmenden dann nur das Gezeigte auf dem Bildschirm sehen, ist es wichtig, noch deutlicher und langsamer zu sprechen. Die Personen brauchen mehr Denkpausen.

Starke Botschaft mitgeben: Am Ende der Präsentation und bevor die Liveschaltung beendet wird, sollten die Gesprächspartner wissen, was zu tun ist. (sail)