Mobbing
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Woran Sie merken, dass Sie Ihren Job verlieren könnten

Von Susanna Sailer

Bei diesen Anzeichen sollten Ihre Alarmglocken schrillen.

Irgendetwas ist im Busch. Das spüren Arbeitnehmer oft noch, bevor sie gekündigt werden. Walter Reisenzein, Geschäftsführer der Karriereberatung OTM/Lee Hecht Harrison, nennt typische Signale, die es im Arbeitsalltag zu beachten gilt.

Entscheidungen über Ihren Bereich fallen ohne Sie: Plötzlich wird Ihr Verantwortungsgebiet auf andere aufgeteilt, denn diese müssten in die Aufgabe hineinwachsen. Mit Ihnen wurde das nicht einmal abgesprochen.

Spesenabrechnungen werden genauer hinterfragt: Was früher problemlos akzeptiert wurde, wird nun bekrittelt. Dahinter könnten Einsparungen stecken oder auch etwas anderes.

Chefs meiden den direkten Kontakt mit Ihnen: Den meisten ist es unangenehm, mit jemanden zu arbeiten, dessen Schicksal ihnen bereits bekannt ist, der aber selbst noch nichts ahnt.

Ihr Name wird im E-Mail-Verteiler vergessen: Diese Nachlässigkeit kann passieren, kann aber auch ein Warnsignal sein.

Ihre Redezeit wird verkürzt: Alle Teilnehmer stellen in der Besprechung den Stand ihrer Projekte vor. Sie kommen seit längerem als Letzter an die Reihe. Der Chef hat das Meeting verlassen, die Kollegen würgen Ihre Präsentation ab: Keine Zeit, andere Termine …

Sie werden nicht zu Besprechungen eingeladen: Alle haben schon die Einladung in der Mailbox, Sie gehen leer aus. Auf Nachfrage heißt es, dass die Teilnehmerzahl klein gehalten werde und Ihre Kollegen Ihren Bereich mit vertreten. Vielleicht: Alarmstufe Rot!

Wertschätzung nimmt ab: Fehlende Akzeptanz Ihnen gegenüber drückt sich in wiederkehrender Kritik, aber auch häufigeren abschätzigen Bemerkungen aus.

Die Angst vor dem Jobverlust mag in den meisten Fällen unbegründet sein, trotzdem rät Reisenzein bei einer Häufung von Warnzeichen, proaktiv das Gespräch mit dem Chef zu suchen.