Kremstal vermarktet sich als Land für Urlauber und Fachkräfte

Kremstal vermarktet sich als Land für Urlauber und Fachkräfte

Von Dietmar Mascher

Gemeinsame Initiative der Technologiegruppe Kremstal.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Das geht kaum wo so gut wie bei uns", sagen Kurt Bernegger und René Haidlmair. Der Juniorchef der gleichnamigen Baufirma in Molln und der Controllingchef des gleichnamigen Kunststoff-Werkzeug-Produzenten in Nußbach rühren mit anderen Firmen gemeinsam die Werbetrommel für das Kremstal.

Der "Worklife Hub Kirchdorfkrems" soll das Vehikel sein, Fachkräfte und ihre Familien ins Kremstal zu locken. 9000 Bewohner pendeln jeden Tag beruflich aus dem Bezirk aus, 7000 pendeln ein. Insgesamt arbeiten im Kremstal rund 20.000 Menschen für rund 1000 Arbeitgeber. In den nächsten zehn Jahren muss rund ein Fünftel der Stellen nachbesetzt werden, weil Mitarbeiter in Pension gehen.

Die Arbeitgeber suchen zum Teil verzweifelt Fachkräfte. In der Initiative der Technologiegruppe Kremstal wollen Bernegger, Haidlmair und ihre Mitstreiter Leute in den Bezirk holen, auf dass sie nicht nur einpendeln, sondern sich auch ansiedeln. "Es gibt bei uns noch Gemeinden, wo der Grund 50 Euro pro Quadratmeter kostet. Das findet man im Zentralraum nicht mehr", sagt Bernegger.

Hilfe und Natur

Haidlmair ergänzt, dass der Worklife Hub dazu dienen soll, zuziehenden Fachkräften und Familien den Zuzug zu erleichtern: "Das reicht von der Wohnungssuche bis zum Finden eines Kindergartenplatzes."

Dass das Skigebiet Hinterstoder quasi ums Eck ist und der Nationalpark Kalkalpen genauso wie andere Berg- und Wandergegenden mit viel Natur locken, wird genauso ins Treffen geführt wie die günstige geographische Lage zwischen Linz, Graz und Salzburg.