Bild: colourbox.de // Berufsentscheidungen sind Lebensentscheidungen. Nehmen Sie sich also Zeit und beschäftigen Sie sich ehrlich und kompromisslos mit der Frage, was für Ihr Leben wichtig ist.

Nach der Matura ist vor dem (Berufs)Leben

Von Quelle: Carreerverlag.at

Nach vielen Jahren auf der mehr oder weniger harten Schulbank beginnt nun endlich die "große Freiheit". Eigene Entscheidungen treffen, eigenes Geld verdienen und das Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten. Aber, was bedeutet das tatsächlich?

Die Herren müssen sich jetzt erst einmal zwischen Bundesheer und Zivildienst entscheiden. Überlegen Sie schon im Vorhinein genau, was Sie wollen. Beide Alternativen bieten durchaus Möglichkeiten, bei denen Sie Ihre Vorlieben, Talente und Neigungen einbringen können. Allerdings müssen Sie Ihre Vorstellungen und Wünsche bei der Musterung auch darlegen.

Die Damen haben ausschließlich die Möglichkeit, sich im Rahmen des EF – ein Jahr freiwilliger Dienst – zum Bundesheer zu melden. Sie müssen eine abgeschlossene Matura und eine grundlegende körperliche Eignung vorweisen können. Mittels eines 3-tägigen Eignungstests, welcher für ganz Österreich in der Hillerkaserne bei Linz durchgeführt wird, werden sowohl die körperliche Fitness als auch die psychische Belastbarkeit überprüft.

Zivildienst im Ausland

Wer sich für den Zivildienst interessiert, kann diesen auch mit einem Auslandsaufenthalt verbinden. Der Auslandszivildienst wird auf die Zivildienstzeiten angerechnet. Er dauert im Gegensatz zum normalen Zivildienst in Österreich nicht neun, sondern 12 Monate, bietet dafür aber die Möglichkeit, den Zivildienst auf fremden Kontinenten wie Afrika oder Südamerika in Form von Gedenkdienst, Sozialdienst oder Friedensdienst zu leisten. Wenn Sie sich für diesen Einsatz interessieren, sollten Sie auf jeden Fall im Vorfeld klären, für welche Organisation Sie tätig sein möchten und mit den Verantwortlichen die Rahmenbedingungen klären. Auch Frauen können einen Zivilersatzdienst über den österreichischen Auslandsdienst leisten.
Alle Informationen und Termine finden Sie unter www.facebook.com/auslandsdienst.

Job, Studium oder Lehre?

Wichtig, beschäftigen Sie sich rechtzeitig mit dieser Frage, denn Entscheidungen "aus dem Bauch" snd meistens der Weg in Frust und berufliche Sackgasse. Gehen Sie den Entscheidungsprozess strukturiert und geordnet
an:

  • Klarheit

über die eigenen Wünsche, Ziele und Werte Berufsentscheidungen sind Lebensentscheidungen. Nehmen Sie sich also Zeit und beschäftigen Sie sich ehrlich und kompromisslos mit der Frage, was für Ihr Leben wichtig ist.

  • Ideen,

um Ihre Ziele zu erreichen Überlegen Sie nicht nur, wie Sie EIN Ziel erreichen können. Denken Sie auch über Alternativen nach. Wer sich vielfältige Optionen schafft, bleibt flexibler.

  • Zeitplan

Wenn Sie wichtige Termine im Überblick haben, versäumen Sie keine wichtigen Fristen und können sich auf andere Dinge konzentrieren.

  • Informationen sammeln

Besuchen Sie Berufsinformationsmessen, sammeln Sie Unternehmensbroschüren, besuchen Sie die für Sie interessanten Fakultäten, sprechen Sie mit Berufstätigen in Ihrem Umfeld. Auch Ihre Lehrer können Unterlagen besorgen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

  • Bewerten der gesammelten Informationen

Lassen Sie ein paar Tage vergehen, bevor Sie sich alle Zahlen, Daten und Fakten nochmals ansehen. Mit etwas Abstand fällt Ihnen die Gewichtung der Informationen sicher leichter. Tauschen Sie sich auch mit Personen, denen Sie vertrauen und die Sie kennen, aus.

  • Entscheidungen treffen

Das kann Ihnen niemand abnehmen. Aber mit fundierten Informationen und gutem „Bauchgefühl“ wird es Ihnen gelingen.

  • Entscheidung umsetzen

Grau ist alle Theorie. Wenn Sie wissen, was Sie wollen, müssen Sie die getroffene Entscheidung auch konsequent und Schritt für Schritt umsetzen.

Berufsentscheidungen sind Lebensentscheidungen

Die richtige Bildungs- und Berufsentscheidung ist für alle wichtig. Schließlich wollen Sie mit dem, was Ihnen Spaß macht, auch ausreichend Geld verdienen. Wer Karriere machen will, der muss also schon früh lernen, Entscheidungen bestmöglich vorzubereiten und zu treffen. Überlassen Sie sie nicht Anderen oder dem Zufall.
Entdecken Sie sich selbst – und werden Sie selbst aktiv: Was kann ich überhaupt alles wollen? Was will ich? Was kann ich? Wie komme ich dorthin? Das sind die entscheidenden Fragen bei der Bildungs- und Berufswahl.