Bildungsinnovation made in Oberösterreich

70 Prozent der Ausbildungszeit absolvieren die Teilnehmer im jeweiligen Betrieb. Bild: colourbox Sonderthemen-Redaktion

Mit der Dualen Akademie können ab jetzt auch AHS-Maturanten eine Lehre absolvieren und werden dafür nach Kollektivvertrag bezahlt

Das neue Trainee-Programm der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) speziell für AHS-Maturanten, die Duale Akademie, hat ab sofort alle Anmeldeportale geöffnet. Die österreichweit einzigartige neue Ausbildung ebnet für Maturanten, die nicht sofort ein Studium anstreben, aber auch für Studierende ohne Studienabschluss oder Berufsumsteiger neue Wege in eine berufliche Zukunft.

"Modernste Berufsbilder, die auf dem Arbeitsmarkt extrem gefragt sind, werden in der Dualen Akademie absolut zeitgemäß vermittelt", freut sich WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. "Für junge Menschen in Oberösterreich eine tolle Chance, sofort erfolgreich im Berufsleben durchzustarten."

Die Duale Akademie beginnt mit Ausbildungen in den Berufsbildern "Technics" (Schwerpunkt Mechatronik) und Trade & Logistics (Schwerpunkt Großhandel). Schritt für Schritt sollen dann für jeden der 15 neuen Branchenverbünde in der WKO Oberösterreich eigene Berufsbilder entstehen. "Die Duale Akademie spielt somit eine ganz wichtige Rolle, um unser ambitioniertes Ziel zu erreichen: In den nächsten fünf Jahren wollen wir insgesamt 30.000 zusätzliche Fachkräfte und jährlich 1000 zusätzliche Lehrlinge für Oberösterreichs Betriebe gewinnen", sagt WKOÖ-Direktor-Stellvertreter Gerald Silberhumer.

Die oberösterreichischen Berufsschulen begrüßen die von der Wirtschaftskammer Oberösterreich initiierte neue Ausbildungsform und sehen die Duale Akademie ebenfalls als große Chance, dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Mit den Firmen Siemens AG und Kellner & Kunz AG haben zwei renommierte Unternehmen sofort erkannt, welche Chancen die Duale Akademie eröffnet und erste Teilnehmer unter ihre Fittiche genommen.

70 Prozent im Betrieb

Im Rahmen der Traineeprogramme der Dualen Akademie absolvieren die Teilnehmer 70 Prozent der Ausbildungszeit im Betrieb, 20 Prozent der Ausbildungszeit in DA-Kompetenzzentren der Berufsschulen und zehn Prozent der Ausbildungszeit bei weiteren Bildungsanbietern (beispielsweise Erwachsenenbildung, Universität, Fachhochschule etc.), um hier ganz gezielt digitale, soziale und internationale Zukunftskompetenzen aufzubauen, die für die Weiterentwicklung des Standorts Oberösterreich von entscheidender Bedeutung sind.

Diese kompakte, berufsbezogene Ausbildung wird mit folgenden drei Zertifikaten abgeschlossen: einer Lehrabschlussprüfung in einem Fachgebiet, dem Zertifikat über die Zukunftskompetenzen und einer bewerteten Dipolomarbeit (begleitendes Zukunftsprojekt).