Fast jeder zweite Jugendliche macht eine Lehre

In den Lehrberufen Elektrotechnik konnte die Zahl der Lehrlinge stark erhöht werden Bild: Euroskills Austria Sonderthemen-Redaktion

Die duale Ausbildung bleibt die bevorzugte Ausbildung der Oberösterreicher. Die Lehrlingszahlen konnten 2017 gesteigert werden.

Die duale Ausbildung hat sich im Jahr 2017 erneut als die "Lieblingsausbildung" der jungen Oberösterreicher behauptet. Besonders erfreulich dabei ist, dass im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge die Lehranfängerzahlen gesteigert werden konnten – und das in Zeiten eines intensiven Wettbewerbs der Bildungsangebote in der Sekundarstufe II.

Konkret starteten 7093 Personen (2016: 6861) – davon 4528 Burschen und 2565 Mädchen – in das erste Lehrjahr. Das bedeutet eine Zunahme von 232 zusätzlichen Lehrlingen (plus 3,38 Prozent) im ersten Lehrjahr gegenüber 2016. Der "Marktanteil" der Lehre konnte im letzten Jahr bei den Lehranfängern in Oberösterreich auf über 47 Prozent der Jugendlichen der zehnten Schulstufe gesteigert werden. Das bedeutet, dass sich beinahe jeder zweite Jugendliche in Oberösterreich für die Lehre entscheidet. Der österreichweite Durchschnitt beträgt rund 38 Prozent. Berufe mit überdurchschnittlich großen Zuwächsen bei den Lehranfängern in den vergangenen zwei Jahren waren insbesondere der Lehrberuf Mechatronik von 175 auf aktuell 235 Lehrlinge (plus 60), der Lehrberuf Elektrotechnik von 415 Lehrlingen auf 465 (plus 50), der Lehrberuf Kraftfahrzeugtechnik von 353 auf 402 Lehrlinge (plus 49) sowie der Lehrberuf Koch/Köchin von 209 Lehrlingen auf aktuell 243 (plus 34).

"Grund für diese positive Entwicklung bei den Lehrlingszahlen ist vor allem die Tatsache, dass Facharbeiter am freien Arbeitsmarkt faktisch nicht mehr zu bekommen sind und deshalb die eigene Ausbildung oft die einzige Möglichkeit ist, um die dringend benötigten Fachkräfte für den Betrieb sicherzustellen", sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.