Coding kombiniert mit Kreativität

Die begleitenden Pädagogen motivierten die Jugendlichen zum eigenständigen Arbeiten Bild: Fabasoft Sonderthemen-Redaktion

Bei den Fabasoft Robotics Camps tauchten 40 Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise in die Welt des Programmierens ein

40 technikbegeisterte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 13 Jahren waren im Fabasoft Robotics Camp zu Gast, um die Welt des Codens kennenzulernen und zu erkunden. Die Veranstalter, Fabasoft und der Verein Talente OÖ, haben nach der Erstauflage 2017 das Angebot vergrößert und Camps für Beginner und Fortgeschrittene angeboten.

Unter Anleitung von Pädagogen bauten und programmierten die Teenager ihre "Bots" und präsentierten die Ergebnisse bei einer Abschlussveranstaltung dem Publikum. Allein die Kreativität der Teenager entschied, wie der Roboter am Ende der Woche aussah und welche Aufgaben dieser erledigen konnte.

Die Fabasoft Robotics Camps dauern jeweils eine Woche, Schwerpunkt dabei ist das "Coding" und der Bau eines Roboters Ultimate V2 von MakeBlock. "Zuerst wurden die Roboter zusammengebaut, mit Sensoren versehen und dann programmiert", sagt Christian Kloimböck, Organisator der IT-Veranstaltungen beim Verein Talente OÖ.

Durch das Erlernen von Programmiersprachen wie MBlock (Scratch) und Choreographe werden Codesequenzen erstellt und der Roboter präsentiert das Ergebnis (Folgen von Linien, Benutzen eines Greifarms, Reagieren auf Hindernisse, Ausbalancieren, Lichtspiele, Erkennen von Kälte bzw. Hitze). "Die Begeisterung und Freude der Kinder dabei spiegelt sich in den vielfältigen und sehr kreativen Lösungsansätzen wider", sagt Christian Kloimböck. Er sieht hier eine enorme Chance, Kindern und Jugendlichen ohne Druck das Thema Programmierung/Coding näherzubringen und für IT-Berufe zu begeistern.

Das Camp fördere darüber hinaus auch die immer wichtiger werdenden Soft Skills: "In Zweiergruppen werden Teillösungen erarbeitet und später in eine Gesamtlösung integriert – ohne dieses Zusammenspiel wäre es nicht möglich, einen funktionstüchtigen MakeBlock (Roboter) zu erschaffen, der die Befehle der Kinder exakt ausführt. Dabei gilt es für uns als begleitende Pädagogen die Kinder anzuleiten und zum eigenständigen Arbeiten zu motivieren. Auch Probleme werden von den Jugendlichen fast ohne unser Zutun gelöst. Coding soll in Zukunft so selbstverständlich werden wie Schreiben und Rechnen."

Auch Helmut Fallmann, Präsident Talente OÖ und Mitglied des Vorstands der Fabasoft AG, war angetan: "Österreich und Europa können die digitale Zukunft nur bewältigen, wenn wir unsere Kinder darauf vorbereiten. Dazu müssen wir neben der Frühförderung der Kinder auch darauf bedacht sein, dass viel mehr Talente, vor allem auch Mädchen, sich für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. Besonders freut mich, dass am Fabasoft Robotics Camp für Beginner sieben Mädchen teilnahmen." Der Verein Talente OÖ betreut in Oberösterreich derzeit rund 2500 Schüler. Beginnend mit einer Testung in der dritten Schulstufe werden hochbegabte Kinder auf ihrem weiteren Bildungsweg begleitet. Neben einem umfangreichen Kursangebot berät die Organisation Eltern, Lehrer und Kindergartenpädagogen.

Startplätze ausgebucht

Schon beim ersten Camp im Jahr 2017 waren die Startplätze binnen weniger Stunden ausgebucht. Landesrätin Christine Haberlander ist über den Ideenreichtum der Teenager beim Fabasoft Robotics Camp begeistert und meint: "Kein Talent darf verloren gehen, denn die oberösterreichische Wirtschaft und unser Wohlstand sind hochgradig von Innovationsleistungen abhängig. Wir müssen die Potenziale und Talente der jungen Menschen frühzeitig erkennen und in die Weiterentwicklung investieren."

Hochbegabte Kinder bräuchten neben dem Regelunterricht zusätzliche Förderung, um ihr erhöhtes Lernbedürfnis zu stillen und um eine begabungsentsprechende intellektuelle Entwicklung zu sichern. Dem Land Oberösterreich sei die Begabtenförderung ein besonderes Anliegen. "Nur wenn wir den ,Rohstoff Bildung‘ bestmöglich ausbauen und in diesen Rohstoff investieren, ist die künftige Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes gesichert", sagt Haberlander.