Digitale Echtzeit an den Berufsschulen

An der Berufsschule Mattighofen ermöglicht der Einsatz neuer Medien Vorteile bei der Individualisierung des Unterrichts Bild: privat Sonderthemen-Redaktion

Die enge Verflechtung mit der Wirtschaft macht es möglich, dass die digitale Bildung ein wesentlicher Begleiter im Unterricht ist

Digitale Bildung ist und war immer schon ein wesentlicher Begleiter im fachlichen wie im allgemeinbildenden Bereich an den Berufsschulen. "Für die Berufsschule ist im Prinzip jedes Jahr ein Jahr der digitalen Bildung. Kaum ein Schultyp ist durch die Verflechtung mit der Wirtschaft so nah an der digitalen Echtzeit", sagt die Landesschulinspektorin für berufsbildende Pflichtschulen, Gerlinde Pirc.

Im fachlichen Teil wird bereits seit Beginn der Digitalisierung sowohl in den kaufmännischen als auch in den technisch/gewerblichen Berufen spezielle Anwendungs-Software eingesetzt (beispielsweise CAD/CAM, Warenwirtschaft, Buchhaltung, Office-Umgebung). Auch in der Allgemeinbildung, wie zum Beispiel Politische Bildung, wird mit hilfe aktueller Software-Produkte der kritische Umgang mit On- und auch Offline-Medien gelernt. Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft und die Arbeitswelt in einem bisher nicht erwarteten Ausmaß. Das Bildungswesen ist auf allen Ebenen gefordert. Die Berufsschulen stellen sich dieser Herausforderung. Alle oberösterreichischen Berufsschulen sind Teil der Initiative "eEducation Austria" und haben damit verbunden digitale Konzepte im Rahmen der Schulqualität (QIBB) entwickelt.

"Das Ziel, digitale und informatische Kompetenzen in alle Klassenzimmer zu tragen, stellt auch eine große Herausforderung an die Lehrkräfte dar. Die individuelle Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer auf Basis Ihrer persönlichen digitalen Kompetenzen ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Initiative", sagt Berufsschulinspektor Peter Nobis.

Um die digitalen Konzepte auch im Unterricht umsetzen zu können, bedarf es der entsprechenden Ausstattung der Klassenräume mit IT-Arbeitsplätzen, Netzwerk bzw. WLAN und leistungsfähigen Internetanbindungen.

Viele Best-Practice-Beispiele

Spezielles Augenmerk wird im Unterricht auf den Bereich der Kompetenzorientierung und Individualisierung gelegt. Im Projektunterricht werden die Schüler in der Einzel- und in der Teamarbeit gefordert.

Zahlreiche Berufsschulen in Oberösterreich beweisen anhand von "Best-Practice-Beispielen", dass sie fit für die digitale Zukunft sind. Viele setzen zum Beispiel sogenannte AOC-Checks (Awareness-Orientation-Coaching) als Diagnoseinstrument für Englisch ein, was die individuelle Förderung erleichtert.