Digitale Fähigkeiten als Schlüssel zum Erfolg

Sonderthemen-Redaktion

Nur wer die digitale Welt versteht, kann sie auch aktiv mitgestalten, sagt Dorothee Ritz, Chefin von Microsoft Österreich

Österreichs wichtigster Rohstoff ist Bildung. "Das System schulischer und beruflicher Ausbildung war über Jahrzehnte Erfolgsfaktor der österreichischen Wirtschaft. Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird es aber höchste Zeit für ein ,Update’", sagt Dorothee Ritz, General Managerin von Microsoft Österreich. Der von der Regierung angekündigte "Masterplan" Digitalisierung für das Bildungswesen markiere dabei einen Meilenstein. "Die konkreten Maßnahmen werden entscheidend sein, ob Österreich künftig im Spitzenfeld der Digitalisierungsnationen spielt."

Wie OECD-Studien regelmäßig zeigen würden, hinke Österreich in der Digitalisierung hinterher. Das habe Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit. "Insgesamt fehlt es hierzulande an digitalen Skills und Fachkräften, die die Transformation vorantreiben können. Nur wer die digitale Welt versteht, kann sie aktiv mitgestalten. Deshalb müssen wir auch unsere Nachwuchskräfte fit für die Jobs der Zukunft machen", sagt Ritz.

Neben digitalen Skills müsse Schule heute Kreativität und Kommunikation und Problemlösungskompetenz vermitteln sowie die Bereitschaft, Neues zu erlernen, verankern. "Der angekündigte ,Masterplan‘ Digitalisierung im Bildungswesen ist in meinen Augen ein wesentlicher Meilenstein; er hat das Potenzial, die Zukunftsfähigkeit Österreichs zu sichern. Dieses gilt es nun zu nutzen", fordert Ritz. Microsoft habe es sich zur Aufgabe gemacht, Partner für den Unterricht der Zukunft zu sein. " Dabei sammeln wir seit Jahren Erfahrungen im Rahmen nationaler und internationaler Projekte."

Im hessischen Birkenau werde digitale Bildung im Unterricht beispielsweise bereits vorgelebt. "Hier gibt es eine digitale Lehr- und Lernumgebung für 30.000 Schüler und Lehrer, die über alle Plattformen und Geräte anwendbar ist. An der Riga English Grammar School in Lettland arbeiten Schüler bereits im Unterricht mit Surface Tablets und Software", berichtet Ritz.

Geplante Flagship-Schule

Aber auch in Österreich gebe es bereits viele innovative Projekte im Bildungsbereich. "Die PNMS Zwettl hat moderne Technologien und E-Learning in alle Unterrichtsfächer integriert und im Süden Österreichs wird es bald eine Schule geben, die im Rahmen des Microsoft-Flagship-School-Pro- gramms von Grund auf für digitale Bildungserfordernisse geplant und umgesetzt werden wird", sagt die Microsoft-Managerin.

Ihr Unternehmen habe bereits sehr früh in die Bildungsqualität in Österreich investiert. "Im Microsoft Learning Hub haben sich bereits mehr als 1200 Pädagogen in Inspirationsworkshops ein Bild davon gemacht, wie Lehren und Lernen der Zukunft aussehen können. Wir unterstützen auch Institutionen, um den Digital Divide in den Schulen zu beenden. Daher bieten wir Schulen akademische Office-365-Lizenzen, damit Schüler damit kostenlos lernen können", sagt Ritz.

"Neben digitalen Skills muss Schule heute Kreativität und Kommunikation und Problemlösungskompetenz vermitteln" Dorothee Ritz, Microsoft