Das erste selbst verdiente Geld

Das erste selbst verdiente Geld

Bild: pexels.com Sonderthemen-Redaktion

Eine Lehre zu beginnen bedeutet für viele Jugendliche auch, erstmals selber ein Gehalt zu beziehen.

Anders als Schüler haben Lehrlinge Anspruch auf eine sogenannte Lehrlingsentschädigung*. Im Normalfall ist die Höhe dieser im Kollektivvertrag geregelt und steigt mit jedem Lehrjahr an. Die Höhe kann sich in den einzelnen Lehrberufen stark unterscheiden. Kollektivverträge gelten für bestimmte Branchen, daher kann es sein, dass für den selben Lehrberuf in verschiedenen Branchen unterschiedlich hohe Entschädigungen festgesetzt sind. Mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 15 Prozent können sich Lehrlinge in der Elektronikindustrie seit Mai über ein Plus freuen.

Erfolgreiche Verhandlungen

Aber auch das Ergebnis der letzten Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel war sehr positiv für die Lehrlinge. Die Lehrlingsentschädigungen sind seit heuer um mehr als acht Prozent höher, konkret gibt es 650 Euro im ersten Lehrjahr, 820 im zweiten, 1000 im dritten und 1150 Euro im vierten Lehrjahr. Im Jahr 2020 sollen die Lehrlingsentschädigungen dann auf 700, 900, 1100 und 1200 Euro steigen.

Auch bei den letzten Metaller-Verhandlungen im vergangenen Jahr wurden Erhöhungen bei der Lehrlingsentschädigung erzielt. Für Lehrlinge im ersten Lehrjahr wurde die Summe heuer von 619 auf 719 Euro angehoben. Die Lehrlingsentschädigungen im zweiten Lehrjahr stiegen von 830 auf 920 Euro, im dritten Lehrjahr von 1124 auf 1204 Euro und im vierten Lehrjahr von 1520 auf 1590 Euro.

Auf www.ewaros.at erhält man Auskunft über die kollektivvertraglich festgesetzten Lehrlingsentschädigungen in Österreich.