Vorbereitungskurse für Migranten in Oberösterreich

Vorbereitungskurse für Migranten in Oberösterreich

Die Lehrgänge bereiten auf die Pflegeausbildung vor. Bild: www.colourbox.de Sonderthemen-Redaktion

Um den Fachkräftemangel im Pflegesystem zu mildern, wird Migranten der Einstieg in eine entsprechende Ausbildung erleichtert.

Eine Informations- und Ausbildungsoffensive des Landes Oberösterreich soll Migranten dazu ermutigen, Ausbildungen in Sozialberufen zu absolvieren. Konkret geht es um die Berufe Heimhelfer, Fachsozialbetreuer Behindertenarbeit und Fachsozialbetreuer Altenarbeit. Falls Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung fehlen, können diese seit dem aktuellen Schuljahr in speziellen, zweisemestrigen Vorbereitungslehrgängen erworben werden. In den Kursen werden Asylwerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit, Aufenthaltsberechtigte und EU-Bürger vor allem sprachlich auf die Pflegeausbildung vorbereitet. Auf diese Weise soll ein gleichberechtigter Zugang zu dem Beruf geschaffen werden. Neben der Sprachvermittlung gibt es auch Praxis-Einheiten, um einen realistischen Eindruck der Tätigkeit zu vermitteln. Ein positiver Abschluss der Lehrgänge ermöglicht dann eine Aufnahme in die Ausbildungslehrgänge ohne weitere Aufnahmeprüfung. Getragen wird die Initiative von der Altenpflegeschule des Landes Oberösterreich sowie von der Caritas und der Diakonie.

Pflegepersonal dringend gesucht

In fünfeinhalb Jahren werden in Oberösterreich 1600 Fachleute in der Altenpflege gebraucht (Quelle: Land OÖ). Das Land startete deshalb eine Pflegeoffensive, um das System abzusichern: So werden beispielsweise alle Ausbildungen in der Altenarbeit kostenlos angeboten, die Kosten werden vom Sozialressort des Landes getragen. 1,6 Millionen Euro hat man dafür budgetiert. Unter anderem schuf man auch Anreizmodelle wie das Kombi-Modell "Ausbildung plus Anstellung" und den Ausbildungslehrgang "Junge Pflege" (siehe Artikel rechts). Die neuen Vorbereitungslehrgänge für Migranten gehören ebenfalls zu dem Paket.