Bild: V. Weihbold // Im Südwesten des Campus wird, angrenzend an den TNF-Turm, das LIT Open Innovation Center errichtet.

Eine Hochschule als Großbaustelle: Die Kepler-Uni wächst

Von OÖN

Gleich vier Mal wird auf der JKU gebaut: Die OÖN erkundeten, was es schon zu sehen gibt.

Fleißig gebaut wird an allen Ecken und Enden des Campus der JKU, alle Projekte schreiten gut voran und liegen im Zeitplan. Sperrungen am Unigelände sind keine geplant, lediglich ein Teil der Parkplätze wird zeitweise – etwa zur Baustelleneinrichtung – benötigt.

Somnium

Viel zu sehen gibt es für Beobachter auf dem Dach des Turms der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (TNF). Dort entstehen die Aussichtsplattform "Somnium" und ein Think-thank. "Jetzt wird das Dach des Turms mit einer Stahlkonstruktion überbaut, die als Abschluss einen Holzbodenbelag erhält. Auf dieser Tragebene wird das Thinkthank errichtet und das sogenannte Rankgerüst angebracht", erzählt Erich Viehböck, Leiter der Abteilung Gebäude und Technik an der JKU. Die Bauarbeiten werden bis im Dezember abgeschlossen sein, die Begrünung des Rankgerüsts erfolgt im Frühjahr des nächsten Jahres. Eingriffe in die Statik waren nicht notwendig. "Die Haupttragstruktur des TNF-Turms wurde nicht angegriffen", sagt Alexander Freischlager, Leiter des Operation Managements.

LIT Open Innovation Center

Auch hinter dem TNF-Turm schreiten die Bauarbeiten zügig voran, dort entsteht das LIT Open Innovation Center mit rund 8.000 Quadratmetern Gesamtfläche. "Die Kombination der unterschiedlichen Nutzer in dem Bauwerk – vom Open-Space-Arbeitsplatz, über einen technisch hochwertigen Reinraum bis hin zur LIT-Factory – ist für einen Bautechniker sehr spannend, etwa in Hinblick auf die Entkopplung von Schwingungen", sagt Viehböck. Der Bau soll bis Mai 2019 fertiggestellt werden, das erste und zweite Geschoss des Gebäudes werden als Holzbau realisiert. "Besonders ist, dass auf dem Dach in einer bisher einzigartigen Kooperation mit der Linz AG eine Photovoltaikanlage errichtet wird", erzählt Freischlager.

Bibliothek/Learning Center

Vor der Hauptbibliothek sind erste Grabungen zu sehen, dort wurden für die Säulen Pfahlkonstruktionen im Boden angebracht. "Die Pfähle reichen bis zu 14 Meter in den Boden, über einen Betonwürfel wird ein Fundament für die Säulen errichtet", sagt der Leiter der Abteilung Gebäude und Technik. Statisch gesehen sei dieses Projekt die größte Herausforderung, da die Säulen zur Aufstockung der Bibliothek über drei Geschosse gehen werden. Demnächst wird die tragende Stahlbetonmauer für die Stahltreppe gebaut. "Richtig los geht es mit den Bauarbeiten Anfang 2019. Dann wird auch ein Schutzgang in Richtung Haupteingang errichtet", sagt Freischlager. Im Learning Center werden bis Dezember 2019 rund 300 Plätze für Studierende geschaffen.

Kepler Hall

Noch wenig zu sehen ist dort, wo bis April 2020 die Kepler-Hall errichtet wird. "Die Leitungslegungen, zum Beispiel für den Strom, werden demnächst abgeschlossen", sagt Viehböck. Angedacht sei bei diesem Projekt, dass die Kühlung der Halle mit Grundwasser erfolgen soll. Untergebracht wird darin eine Aula, um die Besucher zu empfangen, ein Fitnessstudio mit Sauna und ein Veranstaltungszentrum. "Herausfordernd bei diesem Projekt sind die Leitungen im Gebäude", sagt Freischlager. Denn die Wände der Halle sind fast nur aus Glas: "Daher ist es schwierig, die Leitungen über die Decke zu führen."