Gutes Essen im Netz: Vier Damen kochen virtuell
Bild: Privat

Gutes Essen im Netz: Vier Damen kochen virtuell

Von Herbert Schorn

STEYR. Vier Studentinnen der Fachhochschule Steyr haben einen Koch-Blog für Studenten gestartet. Darin zu finden: Einfache Gerichte, die schnell zubereitet sind, gut schmecken und transportabel sind.

Das bieten vier Studentinnen in ihrem Koch-Blog namens studenten-futter.at an. Seit knapp einem Jahr betreiben Anna Pointner, Raphaela Winter, Susanne Wallner und Julia Neubacher, die an der Fachhochschule in Steyr "Marketing und Electronic Business" studieren, ihren Blog.

Aktuell sind bereits 21 Rezepte online, alle auf studentische Bedürfnisse zugeschnitten. "Wir versuchen, die Rezepte so kurz und einfach wie möglich zu beschreiben", sagt Julia Neubacher. Besonders wichtig ist die Schnelligkeit: "Für das Zubereiten soll man nicht länger als 30 Minuten brauchen."

In diesem Campus-Artikel erzählt ein Experte, wie sich Studenten trotz kleinem Budget gesund und nahrhaft ernähren können.

Wie kocht man Reis?

Ein weiteres Ziel: Die Rezepte sollen auch für Anfänger leicht nachzukochen sein. So gibt es für jedes Rezept nicht nur Zutatenliste und Kochanleitung, zusätzlich sind auch die benötigten Küchenwerkzeuge und die Zubereitungszeit angeführt. Ein weiterer Bonus für Anfänger: Auch ganz einfache Kochschritte werden erklärt. Zum Beispiel: Wie kocht man Reis? Wie schneidet man Zwiebeln? Die Idee dazu kam dem Quartett beim gemeinsamen Kochen: "Susi kann perfekt Zwiebeln schneiden. Da dachten wir, es wäre toll, wenn sie das Schritt für Schritt erklärt", sagt Julia. Gleichzeitig werden im Blog auch Tipps gegeben, sollten bestimmte Werkzeuge fehlen, etwa der Schnitzelklopfer: "Dann nimmt man eine Pfanne oder einfach die Hand", rät Raphaela.

Aus eigener Erfahrung wissen die vier, dass unterschiedliche Wohnformen das Kochverhalten beeinflussen: Susanne und Raphaela wohnen in einer WG, Julia lebt allein, Anna im Studentenheim. "Auch darauf sind unsere Rezepte abgestimmt", sagt Julia. Und auf ein weiteres Dilemma vieler Studenten: das Mittagsproblem. Denn wer nicht in der Mensa essen will, hat kaum Chancen, sich ausgewogen zu ernähren – außer er kocht vor und nimmt das Essen mit. "Die meisten unserer Speisen können transportiert werden", sagt Raphaela. Etwa Wraps, Toasts oder Pizza.

Keine matschigen Wraps

Auch hier haben die vier Tipps parat: Zum Beispiel für Wraps, die oft matschig werden, wenn sie stundenlang eingepackt sind. Hier gibt es ein Gegenmittel: "Einfach in Küchenrolle einwickeln", rät Raphaela. Eine weitere Möglichkeit der schnellen Küche ist das Einfrieren: Suppen oder Eintöpfe vorkochen, portionsweise einfrieren und dann auftauen. "Das funktioniert mit vielen Gerichten, von der Kürbiscremesuppe bis zu Spaghettisaucen."

Doch welche Gerichte landen überhaupt im Blog der Studentinnen? "Nur Gerichte, die wir selber gerne kochen", sagt Raphaela. Das hat einen großen Vorteil: "Alle Rezepte haben wir ausprobiert und schmecken."

Finden können Sie den Blog unter studenten-futter.at