"Hier bist du keine Nummer"

"Hier bist du keine Nummer"

Von OÖN

STEYR. Die Fachhochschule in Steyr zeichnete gestern ihre sechs besten Absolventen mit dem Chimney-Award aus. Wir fragten nach, was sie an ihrer Ausbildung schätzten.

Bereits zum 20. Mal verleiht die Management-Fakultät Steyr der Fachhochschule Oberösterreich den Chimney-Award an Absolventen für hervorragende Leistungen im Studium und die innovativsten Abschlussarbeiten.

Claudia Brandl erhielt den Award für ihre Masterarbeit im Studium Digital Business Management, in der sie belegte, dass LinkedIn-Profile mit höherer Informationsqualität tatsächlich höhere Einstellungsempfehlungen, mehr Gehalt und mehr subjektiven Erfolg mit sich bringen. "Die Kombination zwischen Forschung und Praxisnähe hat mich am Studium besonders interessiert", sagt die Wieselburgerin. "Außerdem hat mich das Engagement von einigen Professoren immer wieder motiviert, am Ball zu bleiben."

"Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement" studierte Cathrin Schöllhammer aus Traun. Die Bachelorarbeit schrieb die 23-Jährige über die Auswirkungen des neuen internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS 9. Schöllhammer hat an ihrem Studium an der FH die Individualität und die Nähe zu den Studenten besonders geschätzt.

Den Studiengang "Sales und Marketing" hat Georg Feichtinger abgeschlossen. In seiner Masterarbeit versuchte der 27-Jährige herauszufinden, wie Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau ihre Kunden bei der Entwicklung neuer Services miteinbeziehen. Für ihn war die persönliche Atmosphäre an der FH herausragend: "Die Gespräche mit den Professoren waren auf Augenhöhe."

Klemens Barth aus Eidenberg absolvierte seinen Bachelor im Studium "Produktion und Management" und befasste sich in seiner Arbeit unter anderem mit Steuerungsverfahren. Was er an der Fachhochschule schätzt? "Man wird als Student nicht als Nummer, sondern als Mensch behandelt", sagt er.

Markus Duschl aus St. Valentin studierte Prozessmanagement und beschäftigte sich in seiner Arbeit, wie nützlich Firmen Qualitätsmanagement-Systeme finden. Er schätzte das berufsbegleitende Studium: "Ich konnte das Erlernte direkt im Beruf einsetzen."

Markus Eßletzbichler aus Rosenau am Sonntagberg fand in seiner Arbeit für das Studium "Supply Chain Management" heraus, dass Prozessmanagement für die Digitalisierung nicht nur essenziell, sondern integraler Bestandteil ist. Ihm war der Austausch mit Kollegen wichtig: "Es entstanden viele Freundschaften. Man baut ein großartiges Netzwerk auf."