Molekülbindungenkönnen schneller untersucht werden
Bild: (JKU)

Molekülbindungenkönnen schneller untersucht werden

Von OÖN

LINZ. Bei der Entwicklung von Medikamenten spielt die Bindung von Molekülen eine entscheidende Rolle.

Durch eine neue Untersuchungsmethode der Kepler-Uni kann nun die Bindungsaffinität 100 Mal schneller als bisher untersucht werden.

Bisher brauchte man zwischen 10.000 und 10 Millionen Moleküle. Yoo Jin Oh (Bild), die an der Abteilung für Angewandte experimentelle Biophysik am Institut für Biophysik arbeitet, entwickelte eine Methode, bei der man lediglich Proben von 100 bis 700 Molekülen benötigt. "Das heißt, wir können viel problemloser und günstiger untersuchen, wie wahrscheinlich und in welchem Ausmaß sich Stoffe aneinander binden", erklärt sie. Die Einschätzung dieser Bindungsaffinität sei Grundlage für die Wirksamkeit von Medikamenten und daher wichtig in Biotechnologie und Pharmakologie. Möglich wurde der Durchbruch durch die rastersonden-mikroskopische Erkennungsmethode.