Inmitten von 230 Schafen

Zwischen Hörsaal und Arbeitswelt: Wenn Studenten arbeiten (müssen)

Vom Bauer bis zur Lehrerin, vom Schmied bis zur Fotografin: 70 Prozent der Studenten arbeiten nebenbei. Julia Popovsky, Michael Buchmayr, René Laglstorfer, Michael Schäfl und Herbert Schorn stellen 14 Studenten mit ganz besonderen Jobs vor.

Allein an der Linzer Kepler-Universität stehen sieben von zehn Studenten neben der Uni aktiv im Berufsleben. Im Schnitt arbeiten sie 26,5 Stunden. Doch was bedeutet das für ihr Studium? Wie lässt sich beides kombinieren? Haben arbeitende Studenten überhaupt noch Zeit zum Lernen? Und wie reagieren die Universitäten auf den hohen Anteil an berufstätigen Studenten? Die OÖN machten sich auf Spurensuche und fragten bei Studenten und Professoren nach. 

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"Im Wald finde ich Ausgleich"

"Im Wald finde ich Ausgleich"

Stefan Schnetzinger ist Landwirt und studiert an der FH

Der Wecker reißt Stefan Schnetzinger aus dem Schlaf. Frühmorgens macht sich der Ergotherapie-Student auf den Weg in den Schweinestall, um zu kontrollieren, ob die Schweine mit Futter und Wasser versorgt und gesund sind.

"Meine Eltern führen unseren Familienbetrieb in Sankt Valentin. Je nachdem wie mein Stundenplan aussieht, helfe ich ihnen vor oder nach der FH aus", sagt der 22-Jährige.
Die Erfahrungen, die der Student als Landwirt sammelt, kann er auch gut an der FH verwenden: "Ich habe gelernt, dass auch dann, wenn viel zu tun ist, ich immer nur eins nach dem anderen machen kann und mich auf das Wesentliche konzentrieren soll." Wenn ihm der Studienalltag zu stressig wird, findet Stefan Schnetzinger Ruhe und Ausgleich beim Spazieren im Wald.

Studieren im Flieger

Studieren im Flieger

Bettina Plank ist Karateprofi und hat Soziale Arbeit am FH-Campus Linz studiert

"Meistens habe ich im Zug, im Flugzeug und in den Hotelzimmern fürs Studium gelernt", sagt Bettina Plank (28), die vor kurzem ihr FH-Studium Soziale Arbeit am Campus Linz abgeschlossen hat.
Mit 21 Jahren entschied sich die Vorarlbergerin, ihren Wohnsitz nach Oberösterreich zu verlegen, um am Olympiazentrum Linz zu trainieren. "Die FH ermöglichte mir mit viel Toleranz und Unterstützung, dass ich mehr Zeit für mein Studium einplanen konnte", sagt die Heeressportlerin, die 2015 Europameisterin in Karate wurde und auch schon Medaillen bei Weltmeisterschaften errang.

Ihr großes Ziel sind heuer die Olympischen Sommerspiele in Tokio. "Ich habe noch Chancen für die Qualifikation, aber es wird noch ein harter Weg." Nach ihrer Sportkarriere will Plank im Sozialbereich arbeiten und vielleicht noch eine zweite Ausbildung absolvieren.

Zielstrebig und willensstark

Zielstrebig und willensstark

Magdalena Wöhrer ist Volksschullehrerin und studiert an der Bruckner-Uni und an der PH der Diözese Linz

"Mein Tag startet um 6 Uhr und endet meistens erst um 20.30 Uhr", sagt Magdalena Wöhrer. Die 24-Jährige ist Klassenlehrerin an der Volksschule Traun und studiert Sport, Psychologie und Philosophie auf Lehramt an der Pädagogischen Hochschule (PH) der Diözese Linz bzw. im Cluster Mitte.

Parallel dazu ist sie gerade dabei, ihr Masterstudium für die Primarstufe abzuschließen, und hat eben an der Anton Bruckner Privatuniversität das Studium "Urbane Tanzstile" begonnen. "Wie das alles funktionieren soll? Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch", sagt Wöhrer, die sich zusätzlich auch noch als Studienvertreterin an der PH Linz engagiert. Ihr Ausgleich ist das Tanzen. "Ich entwickle neue Choreografien und hole mir dabei die Energie für den Alltag."

Mit der Musik die Welt erkunden

Mit der Musik die Welt erkunden

Johanna Hohenwallner spielt in einem Konzertreisen-Orchester

Nur noch wenige Sekunden bis Mitternacht. Doch anstatt daheim in Gallneukirchen mit ihren Freunden und ihrer Familie auf das neue Jahr anzustoßen, tourt die Logopädie-Studentin Johanna Hohenwallner mit einem Orchester durch China. Seit Sommer 2018 begleitet sie die Profimusiker der "Wiener Klangvereinigung" bei ihren internationalen Aufführungen.

"Die Musik ist in unserer Familie fest verankert. Bei jeder Gelegenheit haben wir gemeinsam musiziert", sagt die Studentin. Die Musikantin, die seit ihrem sechsten Lebensjahr Bratsche spielt, kam über einen ihrer Lehrer zur "Wiener Klangvereinigung". "Ich bin keine studierte Musikantin, darum ehrt es mich besonders, dass ich die Künstler als ebenbürtiges Mitglied des Orchesters begleiten darf."

Seit ihrem Studienbeginn an der FH für Gesundheitsberufe findet die 23-Jährige allerdings nicht mehr die Zeit, um das Orchester auf allen Reisen begleiten zu können: "Aber wenn ich will, dann geht es sich immer aus. Ich will die Reisen mit dem Orchester nie missen."

Der Bedeutung von Zahlen auf der Spur

Der Bedeutung von Zahlen auf der Spur

Kerstin Scheuchenpflug arbeitet im Projektcontrolling

Zahlen und deren Auswertung übten schon seit jeher eine besondere Faszination auf Kerstin Scheuchenpflug aus. Die 23-Jährige aus Unterweißenbach arbeitet neben ihrem Wirtschaftspädagogik-Studium für "RISC-Software" in Hagenberg.

"Mir macht die Arbeit mit Unternehmenszahlen besonders großen Spaß. Ich liebe es, den Werten auf den Grund zu gehen, sie zu hinterfragen und zu analysieren", sagt die Mühlviertlerin. Im Laufe ihrer noch jungen Karriere deuteten die Vorzeichen allerdings nicht immer auf ein künftiges Studium hin. Die 23-Jährige eiferte ihren Schwestern nach und absolvierte wie sie eine Lehre zur Bürokauffrau.

Neben der Lehre machte Scheuchenpflug die Matura nach und stieg bei RISC-Software in die Arbeitswelt ein. 2016 begann sie an der Johannes-Kepler-Univerität mit dem Wirtschaftspädagogik-Studium, dem Hagenberger Unternehmen blieb sie dennoch treu. "Mir wurde auch schon ein Vollzeit-Job angeboten", sagt sie stolz.

Karriere vom Lehrling zum künftigen Forscher

Karriere vom Lehrling zum künftigen Forscher

Paul Speiser baute Kraftwerke, studiert und arbeitet als Fahrtrainer

"Ich wollte einfach mehr erreichen", sagt Paul Speiser (37). Nach einer Lehre zum Mechatroniker hat der Welser als Anlagenbauer Wasserkraftwerke in der Schweiz, Österreich und der Türkei gebaut.
Nach zehn Jahren wollte er sich aber weiterentwickeln und erfuhr bei einer Berufsberatung der Arbeiterkammer von der Möglichkeit, mit einem Lehrgang die Studienberechtigung zu erwerben. Heute studiert Speiser im dritten Semester Leichtbau und Composite-Werkstoffe am FH-Campus in Wels. "Ich bereue meine Entscheidung keine Sekunde, auch wenn es natürlich viele Entbehrungen bringt, neben einem Vollzeitstudium zu arbeiten."

Denn Speiser ist auch als Fahrtechniktrainer beim ÖAMTC in Marchtrenk tätig. "Mir macht der Beruf viel Spaß, und es ist eine gute Abwechslung zum Studium – nicht zuletzt dank des sehr guten Arbeitsklimas." Optimal ist für ihn auch, dass er während der Sommerferien mehr arbeiten kann. Nach dem Studienabschluss strebt der 37-jährige Welser an, in der Forschung und Entwicklung tätig zu sein.

Praxisluft schnuppern

Jus-Studentin Christine Schwaiger arbeitet in einer Anwaltskanzlei

Bereits kurz nachdem Christine Schwaiger Jus inskribiert hatte, war ihr Dasein als Studentin auch schon wieder zu Ende. Nach nur einem Semester stellte sie ihr Studium ruhend und begann zu arbeiten. Erst zwei Jahre später nahm sie ihr Studium wieder auf, in der Arbeit in einer Anwaltskanzlei hat die 26-Jährige aus Windhaag nun die für sie ideale Kombination aus Theorie und Praxis gefunden.

"Nach der Schule wollte ich erst einmal im Berufsleben Erfahrungen sammeln", sagt Christine Schwaiger. 2015 nahm sie schließlich ihr Jus-Studium wieder auf, dem Arbeitsleben blieb sie jedoch weiterhin treu. "Die Arbeit ist für mich eine gute Abwechslung zum Lernalltag. Und außerdem bin ich finanziell unabhängig."

Seit April 2018 ist die 26-Jährige, die seit dem Jahr 2017 nun auch Wirtschaftsrecht studiert, als Assistentin in einer Anwaltskanzlei in Linz tätig. Und sammelt nebenbei wichtige Praxiserfahrungen.
Einer ihrer schönsten Arbeitsmomente: "Einmal durfte ich zu einer Verhandlung mitfahren und ‚meinen‘ Rechtsanwälten bei ihrer Arbeit im Gerichtssaal zuschauen. Das erfüllt einen dann schon irgendwie mit Stolz", sagt die Nachwuchs-Juristin. "Ich konnte mir auch wichtige Ratschläge in Sachen Argumentationstaktik und Verhandlungsstrategie mitnehmen."

"Ich wünschte, meine Tage hätten mehr als 24 Stunden"

"Ich wünschte, meine Tage hätten mehr als 24 Stunden"

Oliver Drachta ist Schiedsrichter in der Bundesliga, Lehrer und macht daneben den Master an der Pädagogischen Hochschule

Oliver Drachta hat derzeit alle Hände voll zu tun: Der 43-Jährige arbeitet seit Herbst als Sonderschullehrer in der Technischen Neuen Mittelschule 2 in Grieskirchen, daneben hat er bis zu 20 Einsätze pro Saison als Bundesliga-Schiedsrichter, erstellt als Sportwissenschaftler Leistungsdiagnosen für Fußballmannschaften – und studiert: Er macht den Master für das Lehramt an Volksschulen an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, nachdem er dort im Juli nach acht Semestern den Bachelor abgeschlossen hatte.

"Ich wünschte, mein Tag hätte mehr als 24 Stunden", sagt Drachta und lacht. Doch dank der geblockten Studienzeiten (am Donnerstagabend, Freitagnachmittag sowie teils am Samstag) und mit sehr guter Planung seien seine vielen Aktivitäten durchaus unter einen Hut zu bringen. Besonders wichtig ist für den studierten Sportwissenschaftler die Unterstützung seiner Partnerin: Schließlich sind sie seit 19 Monaten zu dritt. "Man muss eben manches in die Nacht verlegen. Wenn Moritz schläft, kann ich lernen oder den Unterricht vorbereiten."

Doch warum fängt ein Sportwissenschaftler mit Ende 30 noch einmal zu studieren an? "Ich habe mich sehr für die kognitive Entwicklung des Kindes interessiert – und dann bin ich hängen geblieben." Dennoch hätte er sich gewünscht, dass das Studium konkreter auf den Alltag als Lehrer vorbereitet: "Das war heuer im Herbst eine Riesenumstellung." Mittlerweile hat er viel Spaß an seiner Arbeit: "Mein Anspruch ist es, den Kindern ein Handwerkszeug fürs Leben mitzugeben."

Auflegen, studieren und feiern

Auflegen, studieren und feiern

Fabian Mayr ist Student am FH-Campus Steyr und arbeitet als DJ

"Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, mit seinem Hobby Geld zu verdienen und gleichzeitig extrem viel Spaß dabei zu haben", sagt Fabian Mayr. Der 22-Jährige studiert Produktion und Management am FH-OÖ-Campus in Steyr und ist gleichzeitig als "DJ Feybl" durch ganz Österreich bis hin nach Kroatien auf Achse.

Begonnen hat alles, als die Wunder-Bar in der Steyrer Altstadt 2013 einen DJ gesucht hat. "Ich bin dort nach dem Tanzkurs an Freitagen immer mit einem Freund eingekehrt. Die Chefin hat uns gefragt, ob wir einen DJ kennen. Also haben wir uns die Grundlagen fürs Auflegen in zwei, drei Wochen selbst beigebracht."

Im Schnitt hat "DJ Feybl" einen Auftritt pro Woche, manchmal sind es aber auch drei bis vier "Gigs" bei Bällen, Hochzeiten, Firmenfeiern oder auch bei Events wie "Tanz in der Halle" in Sierning. Deshalb achte er darauf, unter der Woche so viel wie möglich für die FH zu erledigen. "Natürlich feiere ich ab und zu nach der Arbeit auch mit den Partygästen. Das fördert die Konzentration am Tag danach eher weniger", sagt Mayr mit einem Schmunzeln. Oft komme er erst frühmorgens ins Bett. Dennoch versuche er dann den Tag so produktiv wie möglich zu nutzen.

Nach seinem Studium möchte der Steyrer weiter als DJ arbeiten, aber die Auftritte etwas reduzieren. "Ich hoffe in zwei, drei Jahren ein kleines Team um mich zu haben, um auch im Produktionsbereich Erfolg zu haben", sagt Mayr.

Politik, Stapler und Studien

Politik, Stapler und Studien

Anna Ronacher arbeitet im Parlament, hat den Staplerschein und macht zwei Master

"Ich bin schon ein wenig perplex gewesen, als mich Claudia Plakolm (VP) plötzlich angerufen hat. Davor hab ich gar nicht gewusst, dass es den Job einer parlamentarischen Mitarbeiterin überhaupt gibt", erzählt Anna Ronacher (24). Die gebürtige Schwertbergerin unterstützt seit Ende 2018 die Nationalratsabgeordnete aus Walding im Parlament in Wien bei Terminen und Sitzungen und absolviert "nebenbei" gleich zwei Studien an der FH OÖ und der Kepler-Uni.

"Der Master Information Engineering & -Management in Hagenberg ist berufsbegleitend und von Freitag bis Samstag geblockt – das erleichtert mir das Zeitmanagement sehr", sagt die Wahl-Ernsthofnerin. An der JKU macht sie einen Master in Recht und Wirtschaft. Dabei kommt ihr zugute, dass es "kaum" eine Anwesenheitspflicht gibt. "Meine Chefin studiert auch noch, deshalb hat sie viel Verständnis, wenn ich wegen einer Prüfung Zeit zum Lernen brauche."

Daneben engagiert sie sich auch noch bei der ÖH der JKU, die mit dem jährlichen Sommerfest eine der größten Studentenpartys Österreichs organisiert. "Für den Auf- und Abbau werden immer wieder Staplerfahrer gesucht, um die Lkw zu be- und entladen. Deshalb habe ich den Staplerschein eigentlich für die Uni gemacht", sagt Ronacher. Sie ist davon überzeugt, dass keine Ausbildung umsonst ist: "Man weiß nie, wofür man sie noch brauchen kann."

Musiknoten als große Leidenschaft

Musiknoten als große Leidenschaft

Selina Pilz studiert Bratsche und arbeitet im Notenarchiv

 Ein Infozettel in einem Lift hat Selina Pilz inspiriert, im Notenarchiv des Tonkünstlerarchivs in St. Pölten zu arbeiten. "Ich kopiere und scanne die Noten, beschrifte und ordne viel ein", sagt Pilz (20), die das Konzertfach Bratsche (Bachelor) an der Anton-Bruckner-Uni studiert. Pilz, die selbst in einem Orchester spielt, weiß nun, "wie viel Arbeit dahintersteckt, bis die Noten aufs Pult kommen". An ihrem Job schätzt sie eines: "Dass ich mir dadurch mehr leisten kann."

Leidenschaft Schmieden

Leidenschaft Schmieden

David Wolkerstorfer vereint Handwerk mit neuen Technologien

Mit dem Ziel, sein ungewöhnliches Hobby zu seiner hauptberuflichen Arbeit zu machen, hat David Wolkerstorfer sein Bachelorstudium Industrial Design an der Kunstuniversität Linz aufgenommen. Der 28-Jährige schmiedet in seiner eigenen Werkstatt leidenschaftlich gerne Messer, Besteck und Co. Das Schmieden hat sich der Student, der fünf Jahre lang als Konstrukteur bzw. in der Produktentwicklung gearbeitet hat, "in einer Zeit, in der es leider noch nicht so viele Youtube-Videos gab", selbst beigebracht.

Die Frage, ob so ein traditionelles Handwerk nicht in Widerspruch zum modernen Studium steht, beantwortet er so: "Ich stehe schon mehr auf Objekte mit Seele, die Persönlichkeit haben, aber ich bin neuen Technologien nicht abgeneigt." Vielmehr will Wolkerstorfer beides kombinieren, so werden die Lederhüllen mit einem Stempel aus dem 3D-Drucker geprägt.

Das Studium sei eine Inspirationsquelle für ihn: "Weil die Uni ein kreatives Umfeld ist." Und ohne Uni-Projekt gebe es heute wahrscheinlich auch kein Besteck aus seiner Werkstatt: "Ich habe mir gedacht, wenn ich es designe, dann will ich es auch in den Händen halten."

Inmitten von 230 Schafen

Inmitten von 230 Schafen

Judith Reintke ist vier Monate auf der Alm, hütet Schafe und sammelt Inspirationen

"Mich fasziniert die Arbeit mit den Tieren und die Zeit alleine auf der Alm", sagt Judith Reintke (38), die das Masterstudium Plastische Konzeptionen und Keramik an der Kunstuniversität absolviert. In den gut vier Monaten Mitte Mai bis Anfang Oktober hütet sie gemeinsam mit einem Hund 230 Schafe in der Schweiz: "Das Gelände ist ziemlich weitläufig und steil, da muss ich viel bergsteigen."

Für sie war schnell klar, dass sie neben dem Studium arbeiten wird: "Weil ich auch in einem Alter bin, wo keine Studienbeihilfe infrage kommt." Reintke ist ebenso bei Wildkräuterexkursionen im Einsatz: "In der Kunst sind außergewöhnliche Jobs inspirierend."

Philosophin und Fotografin

Philosophin und Fotografin

Maria Finner macht neben dem Masterstudium ihr Hobby zum Beruf

Maria hat keine speziellen Vorlieben. Zumindest nicht, wenn es um die Auswahl ihrer Fotomotive geht. Die 23-Jährige, die seit 2017 als selbstständige Fotografin arbeitet, knipst so ziemlich alles, was ihr vor die Linse kommt. Ein Mietstudio in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung hilft, ihre Tätigkeit professionell und unkompliziert auszuüben. Firmenfotos, Hochzeiten und Familienportraits zählt Maria zu ihrem Repertoire. "Mir ist wichtig, genügend Zeit für die Anliegen meiner Kunden zu haben. Nur so bekommen die Leute das einzigartige Ergebnis, das sie sich erwarten", verrät sie ihr Erfolgsrezept. Berufsfelder, die die Traunerin abseits der Fotografie interessieren, gibt es viele.

Eine berufliche Laufbahn in einer Non-Governmental-Organisation (NGO) sieht die 23-Jährige als erstrebenswertes Ziel. "Falls es damit nicht klappt, habe ich immer noch Alternativen", sagt die junge Studentin. Ihr fertiges Bachelorstudium in Philosophie und Kunstwissenschaft an der Katholischen Privatuni in Linz soll sie ihrem Ziel näherbringen. Mit einem Master in Philosophie und einem Doktorat will sie dann den Schlussstein ihrer akademischen Laufbahn setzen.