BFI will sich zu einem Onlineshop für Erwachsenenbildung entwickeln

BFI als Onlineshop für Erwachsenenbildung

Im Vorjahr besuchten rund 48.000 Personen an die 4200 Kurse deds BFI Oberösterreich.

Das auferlegte Motto des Erwachsenenbildungsinstituts BFI Oberösterreich "weg vom Bauchladen, hin zu hochwertigen und anerkannten Abschlüssen" machte sich im Vorjahr positiv bemerkbar. Mit der neuen Philosophie fuhr das BFI im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 55 Millionen Euro ein. 48.000 Teilnehmer besuchten an die 4200 Kurse.

Längst ist das Institut auf den Digitalisierungszug aufgesprungen. Neben einer neuen Website entstand die Mathematik-App "mathe2go", die auch für den eAward 2018 in der Kategorie Bildung nominiert ist. Entwickelt wurde sie in erster Linie für jene Personen, die am BFI Oberösterreich die Berufsreifeprüfung absolvieren.

"Manche Teilnehmer haben gehörigen Respekt vor der Zentralmatura in Mathematik. Mit unserer App können sie durch Üben und Testen ihre Ängste abbauen", sagt Christoph Jungwirth, Geschäftsführer des BFI Oberösterreich.

Seit vier Jahren ist die Lernplattform E-BFI online, die in vielen Bereichen wie Lehrabschlussprüfung, Werkmeisterschule oder Berufsreifeprüfung eingesetzt und weiter ausgebaut werden soll. Mit Stand Jänner 2018 sind 2000 aktive Nutzer registriert. Die Plattform will Wissen zum einen spielerisch vermitteln und gibt zum anderen Trainern die Möglichkeit, durch punktuellen Einsatz der Lernplattform den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten. Jungwirth kündigt für heuer weitere Features an. "Auf diesem Weg wollen wir uns zum hochwertigen Onlineshop der Erwachsenenbildung weiterentwickeln."

Zuwachs bei Fernstudenten

Mit Anfang Jänner starteten auch wieder die berufsbegleitenden Studiengänge der Hamburger Fern-Hochschule. Jungwirth: "Erstmals seit dem Start der Studiengänge im Jahr 1999 ist die Zahl der Studienanfänger auf mehr als 100 angewachsen." Besonders gut angenommen seien die beiden erstmals angebotenen Studienrichtungen Psychologie und Wirtschaftspsychologie. Mit freiwilligen Präsenzen an sieben Wochenenden im Semester sei das Studium, das EU-weit anerkannt werde, auch für Berufstätige machbar.

Das zweite Jahr in Folge ortet das BFI einen Aufschwung bei den Gesundheits- und Pflegeausbildungen. "Wer sich für einen Job in diesen Bereichen entscheidet, dem stehen viele Türen offen", sagt Jungwirth.