Weg vom dicken Schmöker: Durchgeputztes Bfi-Angebot

Weg vom dicken Schmöker: Durchgeputztes Bfi-Angebot

Von Sigrid Brandstätter

Kursbuch 2018/19: Statt 2800 Seminaren gibt es 2300

Das Berufsförderungsinstitut (Bfi) hat in seinem Kursbuch 2018/19 mit seinem angekündigten Umbau des Angebots begonnen. "Mit diesem Kursbuch verabschieden wir uns vom Bauchladen, wir fokussieren uns auf anerkannte Ausbildungen", sagt Bfi-Geschäftsführer Christoph Jungwirth.

2300 Kurse an 24 Standorten sind im Angebot. Im Vorjahr waren es noch 2800 Kurse an 28 Standorten. Auch das Kursbuch selbst wurde entrümpelt, statt 218 Seiten sind es nur noch 120. Die Detaildaten, wie Termine und Kursorte, gibt es auf www.bfi-ooe.at oder per Telefon (0810/004005).

Auch die Auflage (50.000) wurde reduziert, statt des ganzen Buches werden Werbekarten verschickt. "Die erste Rückmeldung ist positiv. Die Buchungsziffern zeigen eine positive Tendenz", sagt Jungwirth, der aber nicht auf den Katalog verzichten will: "Wir wollen den Leuten etwas in die Hand geben."

Neu im Angebot sind ein Kolleg für Kindergarten- und Hortpädagogik für Helferinnen, die binnen zwei Semestern zur Pädagogin ausgebildet werden. Gemeinsam mit der Hamburger Fernhochschule werden weitere Studiengänge angeboten.

Um den steigenden Bedarf an Digitalisierungsexperten abzudecken, werden Big-Data-Analysten und Business-Intelligence-Experten – für Teilbereiche – ausgebildet. Dabei arbeitet das Bfi mit dem Arbeitsmarktservice und Personalüberlassern zusammen. Ob es dafür überhaupt genug geeignete Kandidaten gibt? "Im Herbst läuft eine erste Vorqualifizierung mit den ersten 20 bis 30 Teilnehmern, im November soll der erste Kurs starten. Wenn es die Kandidaten gibt, sollen alle vier Monate Lehrgänge beginnen."