Bild: City Foto: Veranstalter v.r.n.l. : Gerhard Straßer, GF AMS OÖ, Elisabeth Wolfsegger, Leiterin AMS Linz, KommR Guggi Deiser, Sprecherin Berufsausbildung WKOÖ Sparte Transport Verkehr, Christian Strasser, GF Sparte Transport Verkehr WKOÖ

Transport und Verkehr: Jobbörse bot 300 freie Stellen

Von Susanna Sailer

Umsteiger, Wiedereinsteiger und sonstige Jobsuchende hatten die Gelegenheit, die Berufsbilder in der Mobilitätswirtschaft detailliert kennen zu lernen.

Georg Kirchmayr ist guter Dinge: „Ich habe mich soeben als Sachbearbeiter für die Lkw-Abfertigung beim Lebensmittellogistiker Frigologo beworben.“ Er ist einer von 500 Jobsuchenden, die sich vergangenen Dienstag bei der 3. Jobbörse der Sparte Transport & Verkehr der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) in den Räumlichkeiten des Arbeitsmarktservice (AMS) am Linzer Bulgariplatz einfanden.

29 Betriebe der Verkehrswirtschaft waren vor Ort, die insgesamt rund 300 freie Stellen zu vergeben hatten. Unter den Ausstellern war der Schwertberger Automotive-Logistiker Hödlmayr. Dort hat Judith Siedl von der Personalabteilung acht Jobs zu besetzen. „Wir werden auf bis zu sechs Leute, die ihre Lebensläufe an unserem Stand abgaben, persönlich zukommen. Das sind interessante Bewerber mit einem gut für uns passenden beruflichen Background.“

Die oberösterreichische Verkehrswirtschaft beschäftigt aktuell mehr als 40.000 Mitarbeiter in rund 5000 Betrieben. "Aber es wären noch viel mehr möglich, denn die Auftragslage ist durch die Bank sehr gut", sagt Christian Strasser, Geschäftsführer der Sparte  Transport & Verkehr der WKOÖ. Die Unternehmen suchen Fachkräfte in allen Bereichen – ob Speditionskaufleute, Logistiker, Lagerfachkräfte, Lkw-/Taxi-/Buslenker, Disponenten, Tankstellen- und Kfz- Servicefachkräfte, aber auch in Eisenbahnbetrieben, Schifffahrts-/Luftfahrtsunternehmen, Seilbahnbetrieben bis hin zu den Fahrschulen und Sondertransporten werden zusätzliche Arbeitskräfte dringend gesucht.

Vorsorge ist besser

Es gibt aber auch Unternehmen, die bei der Jobbörse vertreten waren, obwohl sie aktuell keine Mitarbeiter suchen. "Wir agieren vorausschauend und sind präsent. Denn auch bei uns kann sich der Bedarf ändern", sagte Anita Watzinger vom gleichnamigen Ottensheimer Transportunternehmen. Die Kontakte diverser Jobsuchender werden in Evidenz gehalten. Außerdem sei es ihr wichtig, solidarisch mit der Branche aufzuzeigen, dass die Unternehmen dringenden Personalbedarf hätten.

Dass allerdings diese Stellen nicht immer leicht zu besetzen sind, weiß Elisabeth Wolfsegger, Geschäftsstellenleiterin des AMS Linz: "Fehlende Ausbildung oder vorangegangene lange Arbeitslosigkeit machen es vor allem vielen älteren Jobsuchenden schwer, ihre Füsse wieder auf den Boden zu bringen." Außerdem brauche es zumindest Grundkenntnisse in der deutschen Sprache, um auf Facharbeiter-Niveau aufgenommen zu werden.

Erste Kontaktaufnahmen waren positiv

Für Personalmanager Mario Rührnößl von voestalpine Personalservices zahlt es sich aus, bei der Jobbörse Transport & Verkehr dabei zu sein: "Wir haben für Logserv und Cargoserv - das sind zwei Tochterunternehmen der voestalpine - sieben freie Stellen im Angebot. Das Interesse daran ist da - und zwar sogar mehr, als ich erwartet habe."

Ähnlich sieht das auch Personalleiter Guido Eishofer-Rinagl von der Gmundner Stern Gruppe. Vor allem für das  Verkehrsunternehmen Stern und Hafferl ist er zuversichtlich: „Es könnten aus drei bis vier angebahnten Kontakten Punktlandungen werden.“ Es sei wichtig, bei Jobbörsen Präsenz zu zeigen und es sei ein Gewinn für alle Beteiligten.

Jobbörse Transport & Verkehr 2018

 

Nahezu zeitlich mit der Jobbörse Transport & Verkehr taten sich Österreichische Bundesbahnen, Bundesheer, Bundespolizei und Justizwache zu einer weiteren Jobmesse in der AMS-Landesgeschäftsstelle am Linzer Europaplatz zusammen, die von knapp 200 Arbeitssuchenden besucht wurde. Aufgrund des regen Interesses ist eine Fortführung dieser Veranstaltung - voraussichtlich im Herbst - geplant.

Jobbörse Polizei, Bundesheer, Zivilwache 2018