Junge Fachkraft-Elite will bei Berufs-EM ihr Bestes geben
Bild: Laresser/ 1. Reihe v.l.: Christof Hinterleitner (Elektronik), Christian Buchegger (Möbeltischler), Benedikt Gabat (Mechatronik); 2. Reihe: Julia Rumetshofer (Bäckerin), Michael Kraml (Kältetechnik), Maximilian Schindlbauer (Mechatronik)

Fachkraft-Elite will bei Berufs-EM ihr Bestes geben

Von Susanna Sailer

EuroSkills 2018 in Budapest: Das sind Oberösterreichs Kandidaten.

Heute, Samstag, in vier Wochen wird feststehen, wie sich Österreichs Fachkräfte-Elite im Kampf um EM-Medaillen geschlagen hat. Denn von 25. bis 29. September finden die Europameisterschaften der Berufe, die EuroSkills, in Budapest statt. Unter den 43 Teilnehmern Österreichs sind sechs Oberösterreicher.

Bäckerin Julia Rumetshofer (21) aus Mönchdorf, die im Vorjahr bei der Berufs-WM in Abu Dhabi den fünften Platz belegte, will’s noch einmal wissen. Als kreatives Schaustück hat sich die Mitarbeiterin der Bäckerei Stöcher in Bad Zell das Märchen "Hänsel und Gretel" vorgenommen: Ein appetitlich dekoriertes Hexenhäuschen samt Besenstiel und schwarzem Kater am Dach, das schief auf einem Baumstumpf thront, soll die Blicke der Juroren auf sich ziehen.

Elektroniker Christof Hinterleitner (22) aus Frankenburg – er arbeitet bei Abatec in Regau – trainiert intensiv Fachliches wie Löten, Fehlerkorrektur und Programmieren. "Riskieren und gewinnen ist meine Devise. Die Voraussetzungen sind super für mich. Aber ich hoffe auch auf ein bisschen Glück", sagt er.

Arbeitgeber unterstützen

Kälteanlagentechniker Michael Kraml (23) aus Traberg weiß zu 70 Prozent, was ihn in Budapest erwartet: "Ich werde ein kleines Eiswasserbecken mit Wärmerückgewinnung zu bauen haben." Diese Woche hat ihn sein Arbeitgeber, die Firma Hauser in Linz, zum Üben freigestellt. Im Teambewerb der Mechatroniker treten Benedikt Gabat (21) aus Kefermarkt und Maximilian Schindlbauer (22) aus Haibach an. Seit 13. August hat auch sie ihr Arbeitgeber, die Voestalpine Stahl, zum Trainieren freigespielt. "Wir müssen Hand in Hand arbeiten und uns blind verstehen. Das funktioniert bestens", sagt Schindlbauer.

Möbeltischler Christian Buchegger (23) aus Vorchdorf (SFK Tischlerei, Kirchham) hat sein Abschlusstraining hinter sich. Er wird als Testobjekt eine Teekommode fertigen. Die Aufgabe wird beim Bewerb noch zu 30 Prozent verändert werden. Buchegger stellt sich darauf ein: "Ich werde gute Nerven brauchen und darf mich nicht ablenken lassen."