Zero Project-Unternehmensdialog
Bild: Tim Dornaus

Wer Menschen mit Behinderung einstellt, sollte Team einbinden

Von Susanna Sailer

Der Zero Project-Unternehmensdialog räumte mit falschen Vorstellungen auf.

Kein Unternehmen muss Menschen mit Beeinträchtigungen einstellen. Warum es dennoch ein großer Vorteil für die Wirtschaft ist, es zu tun, und welche neuen Chancen sich durch den Perspektivenwechsel ergeben, erfuhren diese Woche 130 Besucher des Zero-Project-Unternehmensdialogs von Caritas OÖ, dem Diakoniewerk OÖ und der Essl Foundation in den Linzer Redoutensälen.

Beispiele aus der Praxis des Autohändlers Lietz und Tipps von Experten der Bäckerei Honeder, des Beleuchtungshauses Molto Luce und des Inkuna Naturresorts machten so manchen Personalverantwortlichen Mut, den eigenen Zugang zu überdenken.

Oft fehlen Erfahrungen und Begegnungen mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Das führt zu Vorurteilen und falschen Vorstellungen. Wie wichtig es ist, einen guten Rahmen im Betrieb zu schaffen, um alle Mitarbeiter in den Prozess einzubinden, darauf machte Bäckermeister Reinhard Honeder aufmerksam. Es brauche von Beginn an klare Verhältnisse.

Anlaufstellen helfen

Seit einigen Monaten gibt es in Grieskirchen das Zentrum für berufliche Zukunftsplanung der Caritas OÖ, das Unternehmen und Menschen mit Beeinträchtigung zusammenbringt. Für eine Erstberatung von interessierten Unternehmen steht in Oberösterreich auch das Betriebsservice OÖ zur Verfügung.

„Für mich war das eine informative Veranstaltung. Ich habe wichtige Impulse und Ideen für meine Arbeit im Personalbereich erhalten und konnte beim Netzwerk-Talk Kontakte für unsere Branche knüpfen“, sagte Bettina Hagler-Rottner, Personalmanagerin beim Linzer IT-Dienstleister solvistas.