Bild: Jürgen Grünwald // Marion Vicenta Payr verdient ihr Geld – und das gar nicht so knapp – mit Online-Auftritten.

Erfolg statt Urlaub

Von Anneliese Edlinger

Von einer Reise-Bloggerin, die viel Erfolg, aber keinen Urlaub mehr hat

Vicenta Payr ist Wienerin, durch die Liebe zu einem Innviertler auch mit Oberösterreich verbunden und betreibt mit 273.000 Followern (Menschen, die ihre Berichte und Fotostorys regelmäßig verfolgen) einen sehr erfolgreichen Instagram-Auftritt (ladyvenom).

Dort und auf ihrem Reiseblog (the travel blog) platziert sie auch Werbebotschaften, testet also Hotels, Fluglinien, Urlaubsdestinationen oder Kameras und berichtet über ihre Erfahrungen damit.

Geld für Tests

Und das ist es, womit man in dieser Branche Geld verdienen kann. "Als mich im Jahr 2013 zum ersten Mal eine englische Agentur kontaktiert hat, damit ich eine Woche lang einen Elektro-Smart teste, und mir dafür 2000 Pfund angeboten hat, war ich richtiggehend erschrocken", sagt Payr. Mittlerweile hat sich die 35-Jährige daran gewöhnt, dass Firmen dafür zahlen, wenn sie ihre Produkte testet und beurteilt.

Millionärin ist sie nicht, aber sie kann sehr gut leben von ihrem Job, der für viele junge Menschen ein Traumjob ist. Wobei gute Arbeit Zeit und Ausdauer erfordere und nicht so einfach aus dem Ärmel geschüttelt werden könne: "Für ein Foto, das ich veröffentliche, habe ich sicher mehrere hundert gemacht", sagt Payr.

Anfangs nur ein Hobby

Eingestiegen ist die sympathische und ausgesprochen freundliche junge Frau vor sieben Jahren bei Instagram so wie tausende andere Österreicher auch. "Als Hobby, ich hab einfach Fotos reingestellt, die mir gefallen haben." Glück und Zufall seien es gewesen, die ihr nach oben geholfen hätten.

Etwa, dass sie 2012 auf die Instagram-Empfehlungsliste gekommen sei. "Da sind meine Follower über Nacht von 600 auf 3000 gestiegen." Und so ging es dann Schlag auf Schlag weiter. Heute ist sie erfolgreiche Reisebloggerin, "aber Urlaub gibt es keinen mehr." Dafür fehlt die Zeit.