Bild: Haas // Christoph Baur, Inhaber und Betreiber der Kette „Leberkas-Pepi“

Leberkas-Pepi erobert Flughafen Wien

Von Karin Haas

Fünf Standorte sind Christoph Baur, der 2001 den "Leberkas-Pepi" kaufte, längst nicht genug. Der Unternehmer aus Engerwitzdorf verteilt nun Lizenzen, um Fluggäste zu verköstigen.

Eigentlich heißt der Leberkas-Pepi nicht Josef, sondern Christoph. Auch der Gründer des tiefnächtlichen Anti-Hunger-Ortes in der Rathausgasse in Linz war kein Pepi, sondern ein Rudi; nämlich der Betreiber des Gasthauses Sturm auf dem Pöstlingberg.

„Würden Sie einen Leberkas-Christoph oder Leberkas-Rudi gut finden“, fragt Christoph Baur rein rhetorisch. Der frühere Mitarbeiter von Rudolf Sturm hat den Leberkas-Pepi 2001 gekauft. Seither wird expandiert.

Der jüngste Coup: Seit Mitte Dezember, gibt es Pepis Leberkas auch im Flughafen Wien. Bei den F-Gates, wo die innereuropäischen Flüge abgewickelt werden, steht ein Mini-Food-Truck und bietet die uroberösterreichische Spezialität an.

Weitere Expansion

Der Clou ist, dass sich Baur damit in das expansionsträchtige Lizenz-Geschäft wagt. Er stellt Marke und Ware, made in Oberösterreich nach Geheimrezept, bei. Das Flughafen-Geschäft wickelt SSP – Food Travel Experts, mit Sitz in Frankfurt ab. Die haben 450 Marken unter Vertrag und verbreiten auch italienisches Flair mit Jamie Oliver. „Niemand wird merken, dass wir das nicht selbst machen“, sagt Baur. Er hofft auf weitere Expansion und sieht den Flughafen Wien als Test-Standort.
Nebst Linz-Rathausgasse betreibt der Engerwitzdorfer (49), Lokale in der PlusCity, den Hauptbahnhöfen Linz und Wien und in der Operngasse in Wien mit insgesamt 40 Mitarbeitern. Allein in Linz werden zwei Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. So könnte auch sein Leberkäse quasi bald vergoldet sein. Eine Skulptur von Paul Florian Aigner, die allerdings nur goldfarben leuchtet, steht bereits im „Pepi-Headquarter“ in Linz