Groma247 Systemvorstellung in Gosau
Bild: Groma // Das Groma247-Team bei einer Übung mit der Feuerwehr Bad Goisern

Groma247: Mühlviertler Start-up

Von Martin Roithner

System erkennt Brände, vermeidet Fehlalarme und spart somit Kosten.

Die Sirenen heulen, die Feuerwehr rückt aus – und am Einsatzort ist gar nichts passiert. Neun von zehn Alarmen, die Feuerwehren erhalten, sind falsch. Dabei kann es sich um defekte Brandsensoren, Arbeiten auf Baustellen oder Zigarettenrauch handeln. Firmen entstehen dadurch teils hohe Kosten.

Damit es nicht so weit kommt, hat sich das Start-up Groma247 aus Waldburg im Bezirk Freistadt etwas überlegt. Es hat ein System entwickelt, das nicht nur Feuer in weniger als einer Minute erkennt, sondern es auch von Sonnenstrahlen oder heißen Auspuffen unterscheidet. Infrarotsensoren erfassen den Gegenstand und leiten Informationen an die Einsatzkräfte weiter. Dadurch werden Fehlalarme vermieden. Anwendungsgebiete sind Firmenareale, Wälder oder Seilbahnen. Seit Juni 2014 zeichnen vier Infrarotsensoren die Aktivitäten der Grünberg-Seilbahn in Gmunden auf. Einen Fehlalarm gab es noch nie.

Menschliche Fehler ausgeschlossen

"Unser System funktioniert ohne menschliches Zutun, und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche", sagt Herwig Hainitz, bei Groma247 für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Das Team hat zehn Mitarbeiter. Im Juli vergangenen Jahres gründeten die Mühlviertler eine GmbH, um das Produkt schneller in Serie bringen zu können. Noch fehlt dafür allerdings die Zertifizierung. "Das ist alles sehr zeitintensiv, wir werden sie vermutlich erst kommendes Jahr erhalten", sagt Hainitz.

Bis dahin will das Unternehmen über Mundpropaganda erfolgreich sein. Helfen soll auch ein Crowdfunding, um Geld in die Kassen zu spülen. Etwa 150.000 Euro benötigt Groma247 für die Finalisierung der Serienreife, 100.000 für Laboreinrichtungen und Teststellungen und 150.000 für die angestrebte EU-Zertifizierung.

  • Das ist Groma247

Idee: Fehlalarme bei Bränden vermeiden und dadurch Kosten sparen.

Konzept: Ein System, das Feuer von anderen heißen Materialien unterscheidet. Infrarotsensoren erfassen Gegenstände und leiten Infos an Einsatzkräfte weiter.

Finanzierung: Um dem Produkt zur Serienreife zu verhelfen, wollen die Gründer mittels Crowdfunding 400.000 Euro sammeln. Zudem erhält das Unternehmen Unterstützung durch den Start-up-Förderer Tech2b.