Bild: OÖN // Andrea Lehner holte sich 2017 den Pegasus

"Ich will zeigen, dass ich das noch einmal schaffe"

Von Ulli Rubasch

Pegasus-Preisträgerin will nach Ersterfolg nun mit neuer Erfindung "Höschenretter" starten.

Vor einem Jahr feierte die Alberndorfer Maskenbildnerin Andrea Lehner ihren ersten "Pegasus". Den Wirtschaftspreis der OÖNachrichten hatte sie sich mit ihrer Erfindung der Augenbrauen-Wachsstreifen Andmetics erarbeitet, die mittlerweile in ganz Europa und in Amerika in Drogeriemärkten erhältlich sind.

Damals am Galaabend forderte sie die anwesenden Gäste von der Bühne aus auf, dass jeder, der etwas unpraktisch finde, doch etwas Gescheiteres erfinden möge. Genau das hat sie inzwischen getan und "A’Secret" entwickelt, eine unsichtbare Slipeinlage aus Baumwolle für Frau und Mann. Das ist ein völlig neues Konzept, weil diese selbsthaftend ist und nicht mit einem Klebestreifen in der Unterhose befestigt ist. "Höschenretter" heißt das Ding und soll unter dem mehrdeutigen Namen "A’secret" vermarktet werden.

Zielgruppe Sportler

Die Form der Baumwoll-Einlage ist kleiner als handelsübliche Slipeinlagen. Diese direkt am Körper haftende Intim-Einlage ist ein saugstarkes Pad, einem Eichenblatt nachempfunden. Die Idee kam der Unternehmerin, weil Slipeinlagen häufig unbequem und – wenn man sie den ganzen Tag trägt – auch unhygienisch sind. (Die neue Slipeinlage wird bei jedem Toilettgang gewechselt.) Eine konventionelle Einlage sei bei jedem Schritt zu spüren. "Für den String ist sie zu groß, und jede noch so schöne Unterwäsche wirkt dadurch unsexy." Auch Sportler wie etwa Radfahrer sind eine Zielgruppe.

So entwickelte sie gemeinsam mit dem Wiener Unternehmen "Lohmann & Rauscher" das passende Material mit ausgeklügelten Saug-Rillen. Es war kein leichter Weg bis zum europäischen Patent. "Ich hab allein sechs Wochen damit verbracht, was auf der Verpackung stehen muss. Unvorstellbar!" Derzeit führt Lehner Listungsgespräche mit Spar und Bipa. In den nächsten Wochen soll der "Höschenretter" auf dem Markt sein. Lehner geht davon aus, dass das Produkt ein wesentlich größeres Potenzial hat als der Augenbrauen-Former Andmetics. "Ich will jedenfalls zeigen, dass ich das noch einmal schaffe. Ich will beweisen, dass ich es als Frau alleine kann."